Aufsatz 
Ueber die ursprüngliche Bedeutung des Ares / Stoll
Entstehung
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weil er rein von den alten, dem Ares verhassten Sparten(§. 11.) abstammte, was auch bei dem Opfer seines Bruders Menoikeus besonders hervorgehoben wird. Auch dieser Menoi- keus wird als der genannt, welcher von der Sphinx getüdltet worden sei. ¹⁰7) Dass das Grabmal des Menoikeus vor dem neitischen Thore war, ¹⁸) durch welches der Weg nach dem Sphinxberge führte, scheint zu bezeugen, dass die Thebaner ihn ursprüngliech von der Sphinx tödten liessen, obgleich Pausanias an der angezogenen Stelle nach der ge- wöhnlichen euripideischen Sagenform voraussetzt, dass er sich dem Aresdrachen geopfert

habe. ¹⁰⁹) Ich erinnere hier mit einigen Worten an das Verhältniss des Ares zu den stym- phalischen Vögeln, welches dem zu der Sphinx ühnlich ist. Diese Vögel von Stym- held, welche Menschen und Thiere tödteten, 11⁰) sind wie die Sphinx ein Symbol der aus der Erde und dem sumpfigen Gewässer aufsteigenden pestilenzialischen Luft und der daraus entstehenden verderblichen Krankheiten. ¹¹) Wie diese mythologische Vorstellung entstehen konnte, zeigt Curtius, Peloponnes I. p. 203.So lange der Thalgrund mit Wald bedeckt war, konnte der Wind nicht eindringen, um dis aus dem Sumpfboden unaufhörlich emporsteigenden Dünste auszufegen; sie stockten im Dickicht, verpesteten die Luft und wurden so zu menschenfressenden Raubvögeln, welche in den stymphalischen Waldern nisteten und das Thal zu einer unnahbaren Wildniss, zu einer Stätte des Todes machten. Das Bild passt um so besser in die Natur der Landschaft, da man hier Schaaren von Wasservögeln sicht. Diese todbringenden Vögel sollte Ares aufgezogen haben(Serv. I. l.), weshalb sie auch, von der Poesie später in die Argonautensage verwebt, auf die fingirte Insel Aretias versetzt wurden. Ares erscheint also hier, wie in der thebanischen Sage von der Sphinx, als ein Gott der aus der verderblichen Erdtiefe stämmendlen Pest; zwischen beiden Orten aber, Stymphalos und Theben, haben wir einen uralten Izusummenbung geschen(Anm. 16.), so dass die gleiche Bedoutung des Gottes an beiden Dtekr nieht zu-

fällig ist.

Bemerkung. Da die Abhandlung den in dem Programme gestatteten Raum weit überschreitet, so sieht sich der Verfasser veranlasst, zu gleicher Zeit das Ganze besonders im Buchhandel erscheinen zu lassen bei L. E. Lanz zu Weilburg. 50 S. 8.

¹0) Nikostratus bei Schol. Eur. Phoen. 1010.

108) Paus. 9, 25, 1.

¹⁰⁰) Was Pausanias I. 1. von der auf des Menoikeus Grabmal wacheenden Ghnate anfuhet(ros-*½ Meroxεoς επμνεᷣννκν 2 ueijuar. roi m ϑ àε 6*ε εεοοα 4*εε‿νεdet 00⁴ 26. 2xròs 10mν siοει rd Erdor aluœur ‧αμꝓαρραες), scheint wieder auf den Namen naimon 64*s Platike Opfer) iazudeuten.,

¹¹⁰) Paus. 3, 22, 4. Serv. Virg. Aen. 8, 300.

¹¹¹) Wie wir auch sonst mit den Seuchen Misswachs und Uafeuehtharkeit verbunden gesehen haben (§. 9. Anm. 22.), so bringen auch die stymphalischen Vögel nicht blos dem Leben der Menschen, sondern auch dem der Saaten Verderben nach den Worten des Servius I. I. Stymphalides aves, quae Aho perieulum regionibus inrogabant, quod, cum essent plurimae volantes, tantum plumarum de se emittebant,

ut Benne⸗ et animalia necarent, 149ro⸗ et semina omnia cooperirent.