Aufsatz 
Friedrich Karl von Savignys Sächsische Studienreise 1799 und 1800
Entstehung
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Caſſel, den 14. Mai 1889. Empfehlung eines Unterrichtsganges für den Geſchichtsunterricht und einer Anzahl von Geſichtspunkten betreffs der Behandlung des geſchichtlichen Lehrſtoffes.

Caſſel, den 4. Juni 1889. Unter Überſendung eines Exemplars von Brinkmanns Feſtrede über den Preußiſchen Landesverein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger wird Förderung der Intereſſen des roten Kreuzes empfohlen.

Caſſel, den 29. Juni 1889. Der Direktor iſt befugt, bei großer Hitze einzelne Unterrichtsſtunden ausfallen zu laſſen. In den Zeiten ſommerlicher Hitze iſt der Lüftung der Klaſſenräume die ernſteſte Fürſorge zuzuwenden.

Caſſel, den 8. Auguſt 1889. Überweiſung eines Exemplars vonWeck, Unſere Toteu an die Bibliothek.

Caſſel, den 8. Auguſt 1889. Empfehlung vonRaydt, Ein geſunder Geiſt in einem geſunden Körper.

Caſſel, den 16. Auguſt 1889. Die alsbaldige Einführung des neuenKirchengeſangbuches für die evangeliſchen Gemeinden des Konſiſtorialbezirkes Caſſel anſtelle des Deutſchen evangeliſchen Kirchengeſang⸗ buches(150 Kernlieder) wird genehmigt.

Caſſel, den 9. Januar 1890. Empfehlung von Weidners Zeitſchrift für lateinloſe höhere Schulen.

Caſſel, den 20. Januar 1890. Auf die Anlegung von Schulgärten zur Förderung des naturwiſſen⸗ ſchaftlichen Unterrichts iſt Bedacht zu nehmen.

Caſſel, den 23. Januar 1890. Die Einführung des Normal⸗Stimmtones(a= 435 Ganzſchwin⸗ gungen) beim Geſangunterrichte wird angeordnet.

Caſſel, den 30. Januar 1890. Der eingereichte methodiſche Lehrplan für den franzöſiſchen Unter⸗ richt wird genehmigt.

III. Chronik des Gymnaſiums.

Am 12. April 1889, dem vorletzten Tage des Schuljahres 1888/89, wurde durch die Gnade Sr. Majeſtät des Kaiſer und Königs der unentgeltliche Beſuch einer Vorſtellung von Wilden⸗ bruchs SchauſpielDie Quitzows im hieſigen Königlichen Theater 72 Schülern des Friedrichs⸗Gym⸗ naſiums vergönnt.

Das neue Schuljahr wurde am 29. April 1889 in herkömmlicher Weiſe eröffnet. Die beiden Kandidaten Bode und Handwerck, letzterer nach Beendigung ſeines Probejahres, wurden auf ihren Wunſch als unbeſoldete Hülfslehrer weiter beſchäftigt und zwar erſterer während des Sommerhalbjahres, letzterer das ganze Schuljahr hindurch.

Hugo Handwerck, geboren zu Caſſel am 28. November 1862, ref. Konf., war Schüler des hieſigen Gym⸗ naſiums bis Michaelis 1882, ſtudierte darauf in Marburg, München und Leipzig deutſche und klaſſiſche Philologie und beſtand in Marburg am 24. Juni 1887 die Lehramtsprüfung. Den Winter 1887,88 verbrachte er in Paris mit dem Studium der neueren Sprachen und beſtand hierauf in Marburg die Lehramtsprüfung auch für Franzöſiſch.

Zur Ableiſtung ihres Probejahres wurden dem Gymnaſium zu Oſtern 1889 die Kandidaten des höheren Schulamtes Auguſt Brandes und past. extr. Otto Siebert zugewieſen.

Vom 2. Mai an übernahm der Kandidat des höheren Schulamtes Schmitt als Hülfslehrer zur teilweiſen Vertretung des erkrankten Oberlehrers Dr. Zuſchlag 13 mathematiſche und naturwiſſen⸗ ſchaftliche Unterrichtsſtunden wöchentlich. Nach den Sommerferien war Oberlehrer Dr. Zuſchlag ſoweit wieder hergeſtellt, daß er ſeine ſämtlichen Unterrichtsſtunden beſorgen konnte.

Am 20. Mai verſchied zu Gersfeld Pfarrer Joſeph Hoffmann, welcher ſeit Februar 1872 bis Auguſt 1886 den katholiſchen Religionsunterricht im hieſigen Gymnaſium erteilt hatte.