Aufsatz 
Prolog zur Schillerfeier 1905
Entstehung
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Lutz. Nach den Pfingstferien trat Professor Dr. Hausrath einen längeren Urlaub an, der ihm zur Vollendung einer wissenschaftlichen Arbeit bis zum Schlusse des Schuljahrs bewilligt worden war. Außerdem aber wurde Praktikant Max Weber als Professor an das Großh. Gymnasium in Baden versetzt, die Vertretung des Professor Dr. Hausrath übernahm Praktikant Bolz, die Stunden des Praktikanten Weber gingen an den Praktikanten Geier über, der bis dahin dem Mädchengymnasium zugewiesen war.

Von Ende März bis Pfingsten war Professor Dr. Marx als Teilnehmer an einer Studienreise nach Griechenland und Kleinasien abwesend. Ihn vertrat der Praktikant Bolz.

Am 24. November verloren wir durch den Tod des Untersekundaners Rudolf Römhildt einen hoffnungsvollen Schüler, er starb an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

Am 26. Januar wurde der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers in der Aula durch einen Festakt gefeiert, bei dem Prof. Dr. Wolf die Festrede hielt.

Zur Bewerbung um den Preis der Fichte-Stiftung war den Schülern als Aufgabe eine Rede über die Aufgabe der Kolonisation des deutschen Ostens gestellt. In die Preis- kommission war inzwischen ein neues Mitglied eingetreten, da Geheimrat Dr. Wagner aus- geschieden war, und an seiner Stelle S. Kgl. Hoheit der Großherzog den Herrn Prälaten Dr. Oehler ernannt hatte. Am 31. Mai wurde der Redeakt in der Aula abgehalten. Der erste Preis wurde unter den 6 Öberprimanern, die aus den 20 Bewerbern ausgewählt worden waren, dem Oberprimaner Hans Schlusser zuerkannt, die übrigen(Richard Karcher, Hellmut Leichtlin, Arthur Müller, August Raif, Wolfgang Ribstein) erhielten silberne Preismünzen.

Die Hebel-Gerstner-Stiftung stellte den Oberprimanern als Aufgabe einen Aufsatz über eine Äußerung Lessings im LaokoonNach ihren Taten sind die homerischen Helden Geschöpfe höherer Art, nach ihren Empfindungen wahre Menschen. Den Preis erhielt der Oberprimaner Fritz Specht.

Im Juni d. Js. erhielten wir vom Oberhofmarschallamt S. Majestät des Kaisers ein° Gedenkblatt zur Erinnerung an Allerhöchst Ihre Silberne Hochzeit mit der Allerhöchst eigenhändigen Namensunterschrift. Dasselbe ist denjenigen Schulen, deren Schüler sich an der Sammlung der Seiner Majestät dem Kaiser zur Verfügung gestellten Flottenspende beteiligt haben, als ein Zeichen der Allerhöchsten Anerkennung des durch diese Sammlung bekundeten Patriotismus gestiftet worden.