Aufsatz 
Vortrag, welcher für die Progressionsfeierlichkeit Ostern 1848 bestimmt, aber in Ermanglung eines Raumes dazu nicht gehalten wurde
Entstehung
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7) Schriften zur allgemeinen Erdkunde, Leipz. 1840. 8) Die Jesuiten und ihre Mission Chiquitos in Südamerika, eine historisch-ethno- graphische Schilderung von M. Bach, herausgeg. von Kriegk, Leipz. 1843. 9) Schlossers Weltgeschichte für das deutsche Volk, unter Mitwirkung des Ver- fassers bearbeitet von Kriegk, bis jetzt 8 Bände, Frankfurt a. M. 1844 1847. 10) Die Völkerstämme und ihre Zweige nach den neuesten Ergebnissen der Ethno- graphie, Frkf. a. M. 1848.

Den 6. April wurde Herr Professor Dr. Phil. Herling nach seinem Ansuchen unter Anerkennung seiner langjährigen(vierzigjährigen) verdienstlichen Leistun- gen mit Beibehaltung seines Ranges, Titels und ganzen Gehaltes in Ruhestand ver- setzt. Vgl. Osterprogr. 1848. Mögten sich seine Kräfte wieder heben und sich dieser freundliche Greiss eines frohen Alters erfreuen. Seine Thätigkeit in seinen Lehrfächern, Mathematik, deutsche und hebräische Sprache, bezeichnen seine zahl- reichen Schriften, als:

1) Ueber den deutschen Coujunctiv, 2) Ueber die deutsche Wortfolge;

beide stehen in den Abhandlungen des frankfurtischen Gelehrtenvereins für deutsche Sprache.

3) Die Syntax der deutschen Sprache, 2 Theile, der Zweite unter den beson-

dern Titel: Grundregeln des deutschen Stiels, dritte Aufl. Frankfurt 1832.

4) Erster Cursus eines wissenschaftlichen Unterrichts in der deutschen Sprache,

für Deutsche, Frankfurt 1828.

5) Theoretisch praktisches Lehrbuch der Stylistik, Hannover 1837. 2 Thle.

6) Ueber die Lehre vom Tempus und Modus. Hannover 1840.

7) Lehrbuch der reinen Elementar- Mathematik. Frankfurt 1842.

8) Kleinere Abhandlungen, z. B. Wichtigste Lehren der sphärischen Astrono-

mie, im Herbstprogramm 1832. Darstellung der Lehre vom Tempus und Modus. Hannover 1840.

An dessen Stelle wurde den 20. Juni Herr Dr. Phil. Johann Joseph Oppel zum ordentlichen Lehrer der Mathematik und Physik ernannt, nachdem derselbe sich durch mehrmaliges und längeres Versehen dieser Stelle als Kenner dieser Fächer und als tüchtiger Lehrer bewährt hatte. Er theilt über sein Leben folgendes mit:

Am 23. Juni 1815 zu Frankfurt a. M. geboren und von meinen Eltern(dem hiesigen Bürger Johann Friedrich Oppel und Margaretha Franziska, geb. Dieh!) ursprünglich dem Kaufmannsstande bestimmt, besuchte ich Anfangs die alte Weiss- frauenschule und seit dem Jahre 1824 die drei oberen Classen der neu errichteten Katharinenschule. Auf den Rath meines damaligen Mathematiklehrers jedoch, des Herrn Dr. Friedleben sen., mich den Studien zu widmen, liessen mich meine Eltern 1827 in die Untersexta des hiesigen Gymnasiums eintreten, aus dessen Prima ich im Herbste des Jahres 1833 rite zur Universität entlassen wurde. Ich bezog indess die letztere erst im Herbste 1834 und studirte nun während 3 ½ Jahre, Anfangs zu Giessen, später zu Leipzig, Theologie und Philologie, beschäftigte mich jedoch zugleich mit besonderer Vorliebe mit den mathematischen und Naturwissenschaften, für welche ich seit früher Jugend eine unverkennbare Neigung gezeigt, die nun durch häufige Benutzung der Gelegenheit den Vorträgen eines Liebig, G. G. Schmidt, Drobisch etc. beizuwohnen noch erhöht und genährt ward.