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den schönsten Hoffnungen, welche der Tod nun so grausam zerstört hat. Mége Gott die tief- gebeugten Eltern trösten!
Am 14. August beehrte Se. Excellenz der Herr Oberpräsident der Provinz Ostpreussen, Dr. von Schlieckmann, die Anstalt mit seinem Besuche. Er besichtigte in Begleitung des Herrn Provinzialschulrat Trosien sämtliche Klassen und wohnte dem Unterrichte in den meisten Klassen bei.
Es fanden zwei Abiturientenprüfungen, am 8. September 1888 und 20. März 1889, unter dem Vorsitz des königlichen Provinzialschulrats Herrn Trosien und in Gegenwart des Herrn Stadtrat Schaff, beziehungsweise des Herrn Stadtschulrat Dr. Tribukait statt. In jeder der beiden Prüfungen erhielten zwei Oberprimaner das Zeugnis der Reife(vgl. unter IV, 3).
Im Sommer unternahmen sämtliche Klassen einzeln unter Leitung verschiedener Lehrer kleine Ausflüge in die Umgegend.
Aus Anlass des am 15. Juni 1888 erfolgten Todes unseres geliebten Kaisers und Königs Friedrich III. hielt der Direktor am 16. Juni beim Morgengebet eine Trauerandacht, bei welcher er auf den grossen Verlust hinwies, den wir mit dem gesamten Vaterlande erlitten. Am 18. Juni, dem Tage der Beisetzung, fand eine Trauerfeier statt, bei welcher der Direktor ein kurzes Lebens- bild des hochseligen Kaisers entwarf. Auf Verfügung des Königlichen Provinzialschulkollegiums beging die Anstalt am 30. Juni eine Gedächtnisfeier durch Gesang, Deklamation und Rede, in welcher der ordentliche Lehrer Herr Rohse die hervorragende Teilnahme des Verewigten an den letzten deutschen Kriegen und somit an der Begründung des deutschen Reiches zum Gegenstand seiner Darstellung machte.
Am 18. Oktober, dem Geburtstage des hochseligen Kaisers Friedrich, fand in der letzten Vormittagstunde eine Gedächtnisfeier statt, in welcher der ordentliche Lehrer Herr Boenig die Gedächtnisrede hielt.
Der Geburtstag Sr. Majestät unseres Kaisers und Königs Wilhelm II. wurde am Sonn- abend den 26. Januar durch Gesang, Deklamation und Festrede gefeiert; letztere hielt der ordentliche Lehrer Herr Gerschmann, welcher auch das Festgedicht verfasst hatte.
Am 9. März wurde des im vorigen Jahre erfolgten Hingangs des Kaisers Wilhelm I. gedacht. Die Rede hielt Herr Dr. Stettiner.
Am 22. März, dem Geburtstage des hochseligen Kaisers Wilhelm I., wurde in der letzten Vormittagsstunde eine Feier veranstaltet. Der Direktor hielt die Gedächtnisrede und schloss daran die feierliche Entlassung der Abiturienten an.
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