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Einige Leute beantworteten auch die Mahnungen weiterblickender Leute (mündliche und schriftliche im damaligen„Bockenheimer Anzeiger“) mit dem Aus- spruch:„Wir sind reich geworden ohne höhere Schule, da brauchen unsere Kinder auch keine!“ Die Zeit aber blieb nicht stehen.
Was die Schule zu kämpfen und zu leiden hatte in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens und noch weiterhin, das lese man in der quellenmäßigen histo- rischen Darstellung von Oberlehrer Dr. phil. Friedrich Bothe in der Jubiläums- Festschrift.
Ebenda lese man auch von der Schule allmählicher Erstarkung, von ihrem Wachsen, Blühen und Gedeihen: nur im Kampfe wächst die Kraft! kann man von ihr wohl sagen, wie von allen Menschen und menschlichen Schöpfungen.
Schon das äußere sichtbare Gewand, das Haus, ward ihr immer wieder zu enge. Aus dem alten für sie einst gebauten Schulhaus, Ecke von Schloßstraße und Mühl- gasse(früher Sterngasse), dehnte sie sich aus und griff zum alten Rathaus über. Im Jahre 1877 bezog sie ein neues stattliches Haus, und schon ist dieses längst zu eng, und ein drittes Heim winkt in der Zukunft!
Vorbereitung des Festes.
Mit dem 18. Juni 1905 beschloß die Liebig-Realschule das erste halbe Jahr- hundert ihrer Wirksamkeit.
Diesen Zeitpunkt durfte man nicht sanglos und klanglos vorübergehen lassen, denn erst nach dem vollen Jahrhundert ihre Gründung zu feiern, das ist zu lange:
denen, die mitgekämpft und mitgelitten, die lehrend und lernend zu ihrem leben- digen Wesen gehörten!
Allmählich entstand so das Bild festlicher Tage, von Hauptfeier und Nachfeier, damit Freunde und Freundinnen, damit Alt und Jung nicht zu kurz kämen.
Zuerst wandte sich der Direktor im Namen des Lehrerkollegiums an die städ- tischen Behörden und bat um einen Zuschuß zum Feste. Die dahinzielende Magi- stratsvorlage wurde aber von den Stadtverordneten abgelehnt mit der Begründung, daß man bei der großen Zahl städtischer Schulen nur Hundertjahrfeiern unter- stützen wolle.
Zuerst wurde der Gedanke einer Abhaltung des Festes im Palmengarten an- geregt und erwogen, teils wegen des schönen Rahmens, teils wegen der größeren Räume.
hat, und daß so eine größere und innigere Beteiligung am Feste zu erwarten sei,


