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und als Wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer von Herbſt 1905 bis Oſtern 1908 am Gymnaſium zu Saargemünd beſchäftigt). Der im März 1908 gewählte Oberlehrer Dr. Engelmann konnte erſt zum 1. Oktober 1908 in ſein hieſiges Amt eintreten.(Er iſt geboren am 24. Februar 1876 zu Worbis, war vorher an ver⸗ ſchiedenen landwirtſchaftlichen Lehranſtalten, zuletzt als Oberlehrer an der Landwirtſchaftsſchule zu Bojanowo tätig).
Der Geſundheitszuſtand im Lehrerkollegium war im allgemeinen befriedigend. Der Unterzeichnete mußte einige Wochen wegen einer Operation, der er ſich zu unterziehen hatte, ſeiner beruflichen Tätigkeit entſagen, außerdem waren die Herren Prof. Hermanni, Prof. Dr. Rodenbuſch, Prof. Dr. Stichel, Ober⸗ lehrer Dr. Denke, Oberlehrer Steinmeiſter und Lehrer Steinmetzer für längere Zeit, andere Herren für kürzere Zeit durch Krankheit genötigt, den Unterricht auszuſetzen. Die geſundheitlichen Verhältniſſe unter den Schülern waren gut. Leider hatte die Anſtalt den Verluſt eines wackeren, zu den ſchönſten Hoffnungen berechtigenden Schülers, des Quintaners Franz Vöckler, zu beklagen, der am 2. Juni beim Baden ertrank. Das Lehrerkollegium und ſeine Mitſchüler gaben ihm das letzte Geleite.
Am 9. Juli unternahmen die einzelnen Klaſſen— meiſt unter Führung der Ordinarien— Turn⸗ fahrten nach ſchönen Punkten der näheren oder ferneren Umgegend. Wenn auch die Wanderer hier und da durch einen Regenſchauer überraſcht wurden, ſo war doch der Verlauf des Ausflugs recht befriedigend.
Am erſten Schultage nach den Herbſtferien, dem 15. September, beging die Schulgemeinde die Feier des Sedantages. Am Morgen fand ein Feſtakt in der Aula ſtatt, zu dem ſich außer Lehrern und Schülern viele Gäſte eingefunden hatten. Herr Profeſſor Dr. Stichel würdigte in ſeiner Feſtrede die Bedeutung des Tages. Nachmittags zog die Anſtalt unter Vorantritt einer Muſikkapelle an den Fuß des Duisburger Waldes, woſelbſt im Schwerdtſchen Garten Raſt gemacht wurde. Unter Geſängen, Reigen und turneriſchen Spielen verging der Nachmittag. Abends wanderte dann die ganze Schar zurück, um das Feſt auf dem Rathausplatz mit einem Hoch auf das deutſche Vaterland zu beſchließen.
Am 27. Januar wurde unter zahlreicher Beteiligung des Kuratoriums, der Eltern und ſonſtiger Anſtaltsfreunde der Geburtstag ſeiner Majeſtät des Kaiſers in üblicher Weiſe in der feſtlich hergerichteten Aula gefeiert. Die Feſtrede hielt Herr Prof. Dr. Rodenbuſch über„Goethe als Fürſtenerzieher“. Im Anſchluſſe daran überreichte der Direktor dem Oberprimaner Weſſels und dem Unterprimaner Hansmerten das Werk„Berner, Geſchichte des preußiſchen Staates“ als Kaiſerprämie.
Aus dem Kuratorium ſchieden im Laufe des Jahres die Herren Kaufmann Johannes Schenk und Dechant Pfarrer Sprenger, welche beide viele Jahre hindurch eifrige und ſchätzenswerte Mitglieder geweſen waren. An ihre Stelle traten Herr Dr. med. Hecker und Herr Pfarrer Kötter. Das Kuratorium bilden nunmehr folgende Herren:
. Bürgermeiſter Pütz.„ . Realgymnaſialdirektor Knippſchild— ſtändige Mitglieder, Direktor der Rheiniſchen Stahlwerke, Geheimer Kommerzienrat Goecke, . Oberbahnhofsvorſteher Hansmerten, Dr. med. Hecker, Pfarrer Hofius, Fabrikbeſitzer Hugo Morian, 8. Rechtsanwalt Sternberg, 9. Pfarrer Kötter.
Am 4. März fand die Reifeprüfung am Realgymnaſium unter dem Vorſitze des zum Königlichen Kommiſſar ernannten Direktors ſtatt. Sämtliche ſieben Oberprimaner beſtanden die Prüfung, zweien— Beckmann und Weſſels— konnte der mündliche Teil derſelben erlaſſen werden.
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