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bequem anſchlöſſe. Auch ließe ſich dann das etwas auffallende immoriuntur aquis zugleich vom Baden verſtehen. Heinſ. be⸗ zweifelt die Achtheit v. V. 570 u. 571.— 11) Penates, urſprünglich nur ein, von penus, innerer, heimlicher Ort, abgelei⸗ tetes Beiwort(daher oft Dii penates), bezeichnet die im innerſten, geheimſten Heiligthume des Hauſes u. der Stadt ver⸗ ehrten Schutzgottheiten. Jacobi myth. Wört. Oft für die Wohnung ſelbſt.— 12) Die Hdſchr. haben(locus est in crimine) notus, natus, totus, solus(ſo Bach), parvus, parvo, pravo, magno, morbi; woher dieſe vielen Abweichungen? Heinſ. änderte: in crimine. Notis Semanimes errare viis, was ſeitdem herrſchend blieb, aber ſo wenig durch die Hdſchr. wie durch die rhythmiſche Stellung empfohlen wird. Waddel ſchlägt vor: Votis Sem. orare Piis.— 13) V. 580 u. 581 ſind v. Heinſ. u. Schrader angefochten, v. den Neueren vertheidigt. Anſtößig iſt allerdings: 1) der Ausdruck pendentis coeli, der durch Belegſtellen, die Gierig u. Bach anführen, nicht gerechtfertigt iſt; 2) die Veränderung der Conſtruction in tendunt; 3) die unterordnung des Partic. exhalantes unter tendunt. Auch findet ſich bei Ovid wol manus, palmas, brachia tendere, aber nicht membrat. Doch dürfte es genügen mit Capoferreus V. 580 zu ſtreichen, da ſich dann exhalantes im folg. V. an die vorhergehenden v. adspiceres abhängigen Partic. flentes, jacentes, versantes recht gut anfügt und die darin ſichtbare Stei⸗ gerung erſt vollſtändig macht.— 14) An quod debuit esse, Ut vitam odissem, wörtlich: war mir nicht ſo zu Mute, wie es ſein mußte, daß ich das Leben haßte? An für annon; vgl. V, 626: Quid mihi tunc animi miserae fuit? anne quod agnae est?— 15) Äakus erbaute dem Jup. einen Tempel auf dem Berge Panhellenius. Ruinen desſelben fand noch Chand⸗ ler(Reiſe nach Griechenland S. 17). Die Tempel waren auf Stufen erhöht(Trist. III, 1, 39: gradibus sublimia celsis templa) u. v. Säulenhallen umgeben.— 16) Sowohl dieſes Zuſammenſtürzen des Thieres, ohne den Stich(2) erhalten zu haben, als auch das wenige Blut gehörte zu den unglückszeichen; Virg. Georg. III, 492: Ac vix suppositi tinguuntur san- guine cultri. Bach.— 17) Aus kranken und verletzten Eingeweiden konnte der Prieſter nicht mehr den Willen der Götter erkennen. Bach.— 18) Funus= feierliches Leichenbegängniß. Seneca Oed. 129: et turbae tumulos petenti Non satis sep- tem patuere portac.— 19) Indotata, denn nach alter Sitte verbrannte man des Verſtorbenen liebſte Beſitzungen, z. B. Kleider, Waffen, mit ihm zugleich; warf auch Specereien auf den Scheiterhaufen; dieß waren ultima, extrema munera, dotes. Bach.— 20) Die Seelen unbeſtatteter Todten wurden v. Charon nicht in den Wohnſitz der Ruhe übergeſetzt u. muß⸗ ten am ufer der Styr umherirren, bis die Angehörigen die letzte Pflicht erfüllt hatten: X, 14.— 21) Isse sub amplexus Aeginae Asopidos ignem mit Voß, Gierig u. Bach. Seit Heinſ.: Dicta sub a. A. A. isse; dicta ſcheint eine Gloſſe zu falsa zu ſein. Mehrere Hdſchr.: Isse sub amplexus quondam AsopidosAeginae; andere: Aeginae Asopidos olim; auch: Aeginae amplexus quondam sub Asopidos isse. Bach vermuthet daher: Issesub amplexus quondam Asopidos ignem(mit Vernachläſſigung der Ekthli⸗ pſis). Aeginae, das auch VI, 113 fehlt, konnte allerdings leicht alsGloſſe hinzukommen od. auch durch ignem(wofür auch igne u. ignes) veranlaßt werden; auch ließe ſich die Verſchiedenheit der Lesarten dann leicht aus dem Streben herleiten den proſodiſchen Fehler zu verbeſſern. Indeſſen läßt ſich wol die Verlängerung durch die Arſis, nicht aber das Unterbleiben der Ekthlipſis durch Bei⸗ ſpiele nachweiſen.— 22) Accipio omen bezeichnet die Freude über das wahrgenommene Götterzeichen. Virg. Aen. XII, 260: Acecipio aguoscoque deos. Liv. I, 7. Tac. Ann. II, 13.— 23) Wie die Eiche bei den alten Germanen dem Donnergotte heilig war, ſo waren die Eichen v. Dodona in Epirus dem Zeus geweiht. In ihrem Rauſchen vernahm man ſeine Stimme (V. 629). Rarissima entweder„einzeln ſtehend“ oder auf die Abſtammung zu beziehen: dergleichen ſelten ſind. Bach erklärt: eximia, praestantissima; Lenz: mit weit abſtehenden Zweigen.— 24) Man pflegte nicht nur den fremden Boden zu küſſen, den man wolbehalten erreichte, ſondern auch die Stelle„ wo man ein günſtiges Zeichen gewahrte. Gierig.— 25) Telamon der älteſte Sohn des Aakus: V. 476.— 26) Myrmidonen v. uρισQνεκ Ameiſen. Die Etymologie ſowie die Sage findet ſich zuerſt in den Fragmenten Heſiods, dem zufolge Zeus aus Ameiſen Menſchen ſchuf, als ſich Kakus auf der noch wüſten In⸗ ſel allein befand. Später wanderten die Myrm. unter Peleus nach Theſſalien aus.— 27) Mit Bezug auf die Lebensart der Ameiſen.


