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D. Verfügungen und Mitteilungen der Behörden.
Das Königliche Provinzial-Schulkollegium und das Kuratorium der Anstalt haben folgende
Verfügungen von allgemeinerem Interesse erlassen, beziehungsweise mitgeteilt.
3. April 1882. Das Königliche Provinzial-Schulkolleginm übersendet die von dem Herrn Unterrichts- minister am 31. März 1882 für die höheren Schulen festgesetzten Lehrpläne nebst Erläuterungen, infolge deren die bisherigen preussischen Realschulen I. Ordnung in Realgymnasien um- gewandelt werden.
19. Mai 1882. Das Kuratorium der Anstalt verfügt, dass dieselbe von nun an den Namen ⸗Städtisches Realgymnasium« führen soll.
12. Juni 188.2. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium übersendet die infolge der obgenannten Reorganisation von dem Herrn Minister verfügte neue Prüfungsordnung für die»Entlassungs- prüfung«, welche von Ostern 1883 an in Kraft tritt.
29. August 188.2. Erlass des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums behufs Sicherung des Schulgebäudes und der darin befindlichen Personen gegen Feuersgefahr.
II. Chronik.
Das Kuratorium der Anstalt bestand im Schuljahr 1882-83 aus den Herren: Oberbürger- meister Weise, Vorsitzendem desselben, Schulreferenten Metropolitan Dr. theol. Hochhuth, Regierungsrat von Stark, Justizrat Hupfeld, Stadtrat Tegethof, Kaufmann Rittershausen, Maurermeister Zahn und(bis zum 19. Juni 1882) dem Direktor des Realgymnasiums Dr. Preime.
Das Schuljahr begann am 17. April, an welchem Tag die neuangemeldeten Schüler geprüft wurden; es schliesst am 17. März 1883. Im Verlaufe des Schuljahrs bestand das Lehrerkollegium aus:
I. 1. Direktor Dr. Preime(bis 19. Juni 1882). II. Oberlehrer: 2. Prorektor Prof. Heuser, 3. Grebe, 4. Dr. Wittich, 5. Dr. Hornstein, 6. Dr. Siebert, 7. Dr. Hölting, 8. Dr. Kramm, 9. Stange. III. Ordentliche Lehrer: 10. Zwirnmann, 11. Dr. Schantz, 12. Krauth, 13. Ide, 14. Dr. Grebel, 15. Dr. Stehlich, 16. Völler, 17. Dr. Danker, 18. Lange. IV. Wissenschaftliche Hülfslehrer: 19. Heydenreich, 20. Franz(lLeistete mit Genehmigung des Königl. Prov.-Schulkollegiums freiwillig einige Aushilfe.) V. Probekandidaten: 21. Dr. Geis, 22. Dr. Dettenborn. VI. Elementarlehrer: 23. Spangenberg, 24. Jürgens, 25. Erdmann. VII. Religionslehrer: A) katholische: 26. Kaplan Hoffmann, 27. Nau. B) israelitischer: 28. Dr. Stein. VIII. Technische Lehrer: A) Zeichnen: 29. Karbiner(ordentlicher Zeichenlehrer). B) Turnen: 30. Boppenhausen(Dirigenten des städtischen Schulturnens). Zu den früheren Lehrern sind hinzugekommen:
Geis, Eduard, geboren am 11. Januar 1856 zu Helmarshausen, Provinz Hessen-Nassau, evangelischer Konfession, besuchte von Ostern 1871 bis Michaelis 1878 die Gymnasien zu Cassel und Hersfeld, studierte von Michaelis 1878 bis Ostern 1882 zu Leipzig und Marburg Mathematik, Natur- wissenschaften, Geographie und Geschichte und bestand am 24. Februar 1882 die Prüfung pro fac. doc. Am 8. April 1882 wurde derselbe von der philosophischen Fakultät zu Marburg auf Grund einer von ihm eingereichten mathematischen Dissertation und des am 25. Januar


