Aufsatz 
Die objektive Apperzeption und ihre pädagogische Bedeutung
Entstehung
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und erfreuten uns durch ihre liebenswürdige Teilnahme an unſeren beſcheidenen künſtleriſchen Be⸗ ſtrebungen.

Aus dem vorigen Schuljahre iſt noch zu berichten, daß auf Veranlaſſung des Direktors am 3. Juli 1895 ein Gymnaſial⸗Ruderverein gegründet wurde, dem die Schüler der vier oberſten Gymnaſial⸗ und der zwei oberſten Realklaſſen beitreten dürfen. Die Gründung des Vereins wurde weſentlich erleichtert durch das freundliche Entgegenkommen der hieſigen Rudergeſellſchaft. Im Jahre 189596 gehörten 21, im laufenden Jahre 14 Schüler dem Vereine an.

Die Heizungs⸗Angelegenheit, von der wir im vorigen Jahre berichteten, hat einen guten Verlauf genommen. Nachdem ſich die Vertreter des Staates und der Stadt in einer Konferenz am 13. Mai 1896 dahin geeinigt hatten, daß, auf Erſuchen der Stadt als Eigentümerin des Hauſes, der Staat entſprechend dem Verhältniſſe, in dem er bei Erbauung des Hauſes einen Zuſchuß von 130000 Mark geleiſtet hatte, auch jetzt% der durch die Änderung der Heizung erwachſenden Koſten, die auf 30000 Mark veranſchlagt waren, übernehmen werde, beſchloß die Stadtverordnetenverſammlung am 29. Mai 1896 einſtimmig, unſre Centralluftheizung durch eine Centraldampfheizung erſetzen zu laſſen. Mit der Einführung dieſer Heizung wurde die Firma Käuffer in Mainz, mit den dadurch veranlaßten umfangreichen Umbauten das ſtädtiſche Hochbauamt beauftragt. Dank der nachdrücklichen und umſichtigen Förderung der Arbeiten ſeitens der genannten Firma und des genannten Amtes wurde es möglich, die Heizung im weſentlichen in fünf Wochen herzuſtellen und ohne Ferienverlängerung in das Winterſemeſter einzutreten. Der Erfolg der Änderung entſpricht durchaus den gehegten Erwartungen. Die Luft in den Schulzimmern iſt rein, die Temperatur ſtetig und der Betrieb nicht mehr den Störungen ausgeſetzt wie früher. Wir ſagen daher den ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden, die uns zu dieſem erfreulichen Zuſtande verholfen haben, aufrichtigſten Dank.

An Geſchenken erhielt die Anſtalt von Freiherrn Heyl zu Herrnsheim: Boos, Geſchichte der rheiniſchen Städtekultur, I, ſowie 100 Exemplare der Beiträge zur Geſchichte der Stadt Worms von Hans Soldan zur Verteilung an Abiturienten; von Herrn Lehrer Gruber: Scheffel, Welches Stenographieſyſtem iſt das beſte?; von Frau Herbert, Üüberſichtskarte über die britiſche Kriegsflotte von 1896; von Herrn Gymnaſiallehrer Habermehl: E. Laas, der deutſche Aufſatz, 2. Abteilung; von HerrnProfeſſor Dr. Nover, das von ihm verfaßte Heft(Rhein) des Sammelwerkes: Das iſt des Deutſchen Vaterland; von Herrn Profeſſor Dr. Staudinger ſeine Abhandlung: Kants Traktat zum ewigen Frieden; vom Altertumsverein: Köhl, neue prähiſtoriſche Funde aus Worms; von Herrn Kranzbühler die Wormſer Zeitung; von mehreren Buchhändlern Bücher ihres Verlags; von den Abiturienten Faber und Wallau 5 Mk., bezw. 10 Mk. für unſern Stipendienfonds. Ferner iſt zu erwähnen, daß bei Gelegenheit unſerer Schüler⸗ Konzerte die Herren Stern und Jochem uns Inſtrumente, Herr Lohnſtein ein Poſtament gratis überließen, und daß die Herren Fiſcher und Kranzbühler uns hierbei durch koſtenfreie Anzeige in ihren Blättern und Herr Kranzbühler durch unentgeltliche Drucklegung der Pro⸗ gramme unterſtützten. Für alle dieſe freundlichen Zuwendungen ſagen wir unſern verbindlichſten Dank. Ebenſo danken wir den Herren der Lederwerke Doerr und Reinhart, die unſere Oberpeima bei einem Beſuche in dieſen Werken freundlichſt geleiteten und belehrten.

Am 8. Auguſt 1896 beſtand der Oberprimaner Max Mündler aus Frankenthal(Chemie) die unter dem Vorſitze des Direktors abgehaltene Reifeprüfung. Am 27. Februar 1897 beſtanden unter dem Vorſitze des Herrn Geh. Oberſchulrats Soldan folgende 12 Abiturienten: Eugen Blumers aus Pfeddersheim(Rechtswiſſenſchaft), Johann Boxheimer aus Abenheim(Rechts⸗