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In der von Dieffenbach herausgegebenen Bearbeitung der Sektion Gießen!) er- wähnt derselbe die zwischen Stauffenberg und Frankenberg vorkommenden dunkelroten Konglo- merate und rechnet dieselben zu den untersten Schichten des Buntsandsteins.
R. Ludwiga) unterscheidet zwischen Frankenberg und Battenberg zwei verschiedene Konglomerate; denn er sagt:„Nächst Battenberg an der Eder legt sich auf den Posidonomyen- schiefer des Kulm ein dunkelrotes Konglomerat, welches außer Geröllen von Spiriferensandstein, Thonschiefer und Kieselschiefer noch Roteisenstein und Quarz enthält und von einem anderen etwas feinkörnigeren und blasseren Konglomeratgestein überlagert wird. Das letztere ist die unterste Schicht des Buntsandsteins, während das erstere als Totliegendes bezeichnet werden muß.“ Die Eder abwärts zwischen Rennertehausen, Röddenau und Frankenberg liegt an meh- reren gut aufgeschlossenen Stellen der Zechstein zwischen beiden Konglomeraten und weist denselben ihre Stellung im geologischen System an.
Würtenbergerz) läßt auf dem ganzen rechten Ufer der Eder bei Frankenberg die Zechsteinformation, mit Ausnahme weniger Punkte, an welchen Rotliegendes von unbedeutender Entwickelung vorkommt, unmittelbar dem Kulm auflagern. Nur an dem südöstlichen Ende des alten Grubenfeldes soll sich in der Tiefe Rotliegendes zwischenlagern. Dieses Gestein— sagt er weiter— geht in der nächsten Umgegend zwar nirgends zu Tage aus, denn das Kon- glomerat an der benachbarten„freien Mark“ gehört zum Buntsandstein und nicht zum Tot- liegenden, da hier der Zechstein mit den darauf folgenden Gebirgslagen durch einen Hauptwechsel hinabgestürzt ist; jedoch findet sich auf einem dem Spezialgrubenrisse des Hesselbacher Reviers vom Jahre 1816 beigefügten Gebirgsdurchschnitte zwischen dem neuen Förderschachte und dem Bergmannstrost, in der Nähe jener Verwerfung, Totliegendes von Mächtigkeit in der Sohle des Zechsteins angegeben. Auf dem linken Ederufer ist das Rotliegende besser entwickelt als auf dem anderen und tritt mehrfach in größeren Massen zu Tage. Dasselbe erscheint als ein durch kalkhaltigen und sehr sandigen Eisenthon zusammengehaltenes Konglomerat abge- rundeter Gesteinstrümmer von Kieselschiefer, Thonschiefer, Grauwackensandstein, Quarz, Granib und Kalkstein, von welchen die Gerölle des letzteren Eindrücke durch die anderen Kon- glomeratgemengteile erlitten haben.
Später sagt Würtenberger: Der die Zechsteinformation überlagernde untere Buntsand- stein, also derjenige des alten Grubenfeldes ist besonders durch die Führung mächtiger Konglomeratbänke und durch das dolomitische Bindemittel charakterisiert, in welcher Be- ziehung dessen Schichten den entsprechenden im Waldeckschen, bei Kommern in der Eifel, im Schwarzwald u. s. w. gleichen.
Würtenberger unterzieht bei dieser Gelegenheit auch die Karte von Schwarzenberg einer Kritik und bedauert, daß derselbe auch echtes Rotliegendes zum Buntsandstein gerechnet habe, welches erst Grebe, in seiner Eigenschaft als Geolog der alten hessischen Landesanstalt, 1857 bei seiner Untersuchung der Gegend von Frankenberg richtig und scharf getrennt habe.
¹) Erläuterungen zur Sektion Gießen der Karte des mittelrheinischen geologischen Vereins von Professor Dieffenbach. Gießen. 1856. ²) Die Zechsteinformation von Frankenberg. Notizblatt des Vereins für Erdkunde. 1857. p. 67.68.
3) Würtenberger, Die Frankenberger Zechsteinformation. Neues Jahrbuch 1867.


