18
3. Uebersicht über die im Schuljahre 1878/79 behandelten Lehrgegenstände.
A. Sprachunterricht. 1. Deutsche Sprache.
VI. A. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetiarher Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- uch I, 1. Memoriren und Declamiren einer aus- gewählten Anzahl von Gedichten. Der einfache und erweiterte Satz; Hauptsatz und Nebensatz. Im Sommer wöchentlich eine orthographische Uebung, im Winter monatlich drei orthographische Uebungen und ein kleiner Aufsatz.
Dr. Widmann, Gymnasiallehrer.
VI. B. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und oetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- uch I, 1. Memoriren und Declamiren einer aus- gewählten Anzahl von Gedichten. Der einfache Satz. Im Sommer wöchentlich eine orthographische Uebung, im Winter orthographische Uebungen und kleine Aufsätze. 4
Dr. Lohr, Gymnasiallehrer.
V. A. 2. St. Lesen und Erklären prosaischer und bostidfher Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- uch I, 2. Wiederholung der Lehre vom einfachen Satz. Lehre von den Interpunktionen und dem zu- sammengesetzten Satz.(S. Latein. Sprache.) Me- moriren und Declamation ausgewählter Gedichte; Repetition der in VI. gelernten. Alle 14 Tage ab- wechselnd ein häuslicher Aufsatz und ein Schulauf- satz oder ein Dictat.
Dr. Wesener, Gymnasiallehrer.
V. B. 2 St. Mehrere prosaische und poetische Stücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch I, 2 wurden ge- lesen und erklärt, zehn Gedichte memorirt und decla- mirt. Der grammatische Anhang des Lesebuchs wurde gelegentlich behandelt. Alle 14 Tage ein Aufsatz oder ein Dictat.
Dr. Spiess, Gymnasiallehrer.
IV. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und pootlscher Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- uch I, 3. Memoriren und Declamation ausgewählter Gedichte. Repetition der Lehre von den Interpunk- tionen und dem einfachen und zusammengesetzten Satze. Alle 3 Wochen ein Aufsatz oder eine Klassen-
arbeit. Schlaadt, Hülfslehrer.
IIIb. C. A. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- buch II, 1. Memoriren und Declamation ausgewähl- ter Gedichte. Alle 3 Wochen ein Aufsatz, meist im Anschluss an die Cäsarlectüre.
Im Sommer: Göpel, Gymnasiallehrer. Im Winter: Schlaadt.
IIIb. C. B. 2 St. Lesen und Erklären poetischer und rosaischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- ben II, 1. Memoriren und Declamiren von Ge- Alle 3 Wochen ein Aufsatz. Dr. Büsgen, Oberlehrer.
dichten.
IIIa. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- buch II, 1. Memoriren und Declamiren einer aus- Pexrählten Anzahl von Gedichten; Repetition der rüher gelernten. Alle 3 Wochen ein Aufsatz im Anschluss an die Xenophon- und Cäsarlectüre.
Dr. Adam, Oberlehrer.
IIb. 2 St. Gelesen und erklärt wurden: Goethes Her- mann und Dorothea; Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans.
Aufsätze über folgende Themata:
. Wie Lieschen, die Wirthin zum goldenen Löwen, zu ihrem Gatten kam.(Klassenarbeit.)
4 Nenophons Traum und Entschluss.(Nach Anab. . 1.
Die Stammgäste im Gasthof zum goldenen
Löwen.
Die Schilderung der Vertriebenen durch den
Apotheker und Hermann.
.. Hermanns Charakter in Göthes„Hermann und
Dorothea“.
Welchen Gang nehmen die Verhandlungen der Schweizer auf dem Rütli?(Nach Schillers Wilhelm Tell II, 2.)
7. Mit welchen Gründen vertheidigt Rudenz in Schillers Wilhelm Tell II, 1 seine Anhänglich- keit an Oesterreich?(Klassenarbeit.)
8. Die alten Zustände der Schweizer.(Nach dem Berichte Stauffachers in der Rütli-Scene.)
9. Des Menelaos Heimkehr von Troja.(Nach der Odyssee B. 3 und 4.)
10. Schuld und Sühne der Jungfrau von Orleans.
(Klassenarbeit.) Dr. Flach, Oberlehrer.
IIa. 2 St. Lesen und Erklären Schillerscher Gedichte. Schillers Maria Stuart und Wallenstein. Repetition der früher gelesenen Schillerschen Dichtungen. Im Anschluss an die Lectüre das Wichtigste aus der Poetik; Schillers Lebensgeschichte. Declamations- übungen.
Aufsätze über folgende Themata.
1. Meer und Wüste. Eine Vergleichung. 2. Die Landschaftsbilder in Schillers Spaziergang. (Klassenarbeit.)
*& 8
3. Welche Werke der römischen Könige waren für die Entwicklung des römischen Staates von be- sonderer Bedeutung?
4. Die Räthe der Königin Elisabeth.(Nach Schil- lers Maria Stuart If 3.)
5. Warum marschirte Hannibal nach der Schlacht bei Cannä nicht gegen Rom?
6. Inbältsangabe der beiden ersten Akte der Picco- omini.
7. In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne.
(Chrie.)
8. Thekla in Schillers Wallenstein.
9. Nur Beharrung führt zum Ziel.(Chrie.) (Klassenarbeit.)
10. Sulla und Marius. Eine Parallele.
Dr. Scholz, Gymnasiallehrer.


