Aufsatz 
Die Prädestinationslehre des Koran / Spiess
Entstehung
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thut, was er will(11. 22). Gnade und Zornesoffenbarung, Paradies und Hölle(71Gott verherrlicht sich durch die Vertilgung) sind beide, nach ihrer Art, die Folie der Gottes- herrlichkeit. Jeder Versuch, die Prädestination zu rechtfertigen, ist überflüssig, sogar fre- velhaft, weil er das Absolute einem höheren Massstab der Kritik unterwirft. Gottes Wille erklärt alles.Ecr segnet und straft, wen er willec)lässt irren und erkennen, wen er will(6. 7. 5. 16. 29. 48. 35). Dieser unabhängige Wille hat sich aber auf unergründliche Weise befestigt in einem unabänderlichen Rathschluss(Buch der Rathschlüsse 20. 22. 27. 33. 43. 44. 85. 107. 3. 65. auch aufbewahrte Tafel genannt 43). Es gibt nur zwei, Classen der Menschen(68). Gott kennt sie genau. Die grösseren Heiligen(56) sind nur ein Theil der Rechten.Wenn wir gewollt hätten, so würden alle.. gläubig(32. 16. 11). Gott hat die Seinen von Ewigkeit her erwählt(28. 35. 53. 42. 74. 7. 11). Unter seinen Knechten nimmt er eine zweite Sonderung vor. Uater den Knechten, welchem er will, schickt er seinen Geist(40. Die höhere charismatische Begabung zu seinem Dienst). Die Frevler andererseits sind ebenfalls bestimmt, kräftig verurtheilt. Zwar heisst es S. 7dem Irrthum übergeben, weil sie Gott geleugnet.. S. 30:Gott drückt ein Siegel auf die, welche nicht erkennen wollen, aber ausdrücklich heisst es, dass ein Theil erwählt sei zur Verdammniss(16bestimmt im Irrthum zu bleiben; 17. 7kraft eines Schlusses; 28. 30; besonders S. 11.gerade desshalb hat er sie er- schaffen, auf dass erfüllt werde: Ich will füllen die Hölle..).Auch wenn ein Engel käme, es wäre beschlossen(6). Was für die Erwühlten Gnade ist, schlägt jenen zum Verderben um.Viele werden verstockt durch diese Zeit der Gnade. Schon der Korân richtet eine Sichtung an(5). Durch Gleichnisse verhärtet er sie(2), bald allmählig sie verstockend(17. 68Gott lässt sein Andenken in den Herzen erlöschen 18), bald gewalt- sam, sogar gegen Ueberzeugung(26),wer nicht will(130). Immer aber ist das Ende ein Zustand der Versiegelung(2. 7. 9. 47. 63. S. 9,ein Siegel, dass sie nicht vernünftig sein können.) Gott also die causa des Bösen, mittelst des Teufels(§. oben das über die Satanslehre Gesagte). Es ist also nur eine scheinbare Milde, in Wahrheit Grausam- keit, wenn er die Ungläubigen schont und aufhebt bis zum Tag des Zorns.(Wie anders dasob Röm. 11, 14¹); denn zu spät begehren sie nach Licht,müssen sogar einen Theil der Sünden der, Verführten tragen. In der Stunde, die nur Gott weiss(79. 7), die sich aber in Zeichen ankündigt(43. 44. 87), wird ein gerechtes Urtheil gefällt werden. Da wird der Unglaube um Vernichtung bitten gleich Ahasver und darf den Tod nieht

schmecken. Dicse endlose Qual schmälert indess nicht die Allgenugsamkeit Gotteswären

auch alle ungläubig(S. 11). Sein Wille wird vollzogen sein. Licht und Einsterniss, Seligkeit und Verdammniss constituiren die Totalität der Theorie, wie denn im Weltall alles als Paar, als Gegensatz existirt(51). Die Erwählungslehre ist so theoretisch Deter- minismus; der praktische Fatalismus und Fanatismus ist die Consequenz des Islam.(Blut- rache, Kampf etc. erlaubt 17. 42. 4. 9 ctc.). Ihm fehlt die Versöhnung, die ethische Vermittlung des Heils. Wohl heisst es S. 9:Gott hat das Leben und Vermögen der Gläubigen dafür erkauft, dass sie das Paradies erlangen, aber es ist nicht die Erkaufung durch desMenschen Sohn, der die Sünden der Welt trägt. Daher kein Friede, keine Erlsung zur Freiheit, daher der Dualismus von Vorstellungen im Korân selbst, aber auch der Pessimismus, der aus so vielen Stellen des merkwürdigen Buches(43) hervorleuchtet.

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