Aufsatz 
Über die sittlich-religiöse Entwicklung Goethes bis zum Jahre 1774
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

3) Singen. (Vgl. Progr. 1852.) 3 1. Elementargeſangklaſſe l. 2 St. wöch. Gehör⸗ und Stimmübungen. Das Weſentlichſte aus der Geſangſchule von G. Anthes bis pag. 100. Eingeſtreut wurden noch ein⸗ und zwei⸗ ſtimmige Lieder aus demSängerhain von Erk und Greef. 2. Elementargeſangklaſſe II. 2 St. wöch. Wiederholung und Fortſetzung des Früheren nach obiger Schule. Solfeggien und zwei⸗ und dreiſtimmige Lieder(beſonders Volkslieder) wie oben. 3. Nachhilfeklaſſe. 1 St. wöch. Wiederholung des Vorſtehenden; einſtimmige Choräle und Lieder. 1. Knabenchor. 1 St. wöch. Drei⸗ und vierſtimmige Lieder; die Sopran⸗ und Altſtimme der Geſänge für den gemiſchten Chor. 8.7. 5 Männerchor. 1 St. wöch. Drei⸗ und vierſtimmige Lieder und Chöre; die Tenor⸗ und Baß⸗ ſtimme wie vorſtehend. 6. Gemiſchter Chor. Choräle, Lieder, Hymnen, Chöre(von Hauptmann, Mendelsſohn⸗ Bartholdy, Ninck, Mozart, Händel, Hellwig.) Chriſt.

4) Körperübungen.

I VIII Kl. Im Sommer: Uebungen ſämmtlicher Schüler an den Apparaten auf dem Turn⸗ 1 St. wöch. platze nach dem Lehrbuch von Jahn und Eiſelen; Turnſpiele und Erkurſionen in P Begleitung der Lehrer. Im Winter: Einübung der Vorturner an Reck und Barren nach Jahn und Eiſelen; Vor⸗ und Freiübungen derſelben nach Spießz Einübung einer Freiriege durch die Vorturner unter Aufſicht des Turnlehrers in den bedeck⸗ ten Räumen des Gymnaſialgebäudes. de Laspec.

C. Aeſthetiſche Bildung.

. Auch hier kann ich mich auf das im letzten Programme Geſagte beziehen, da die Verhältniſſe ffaſt ganz dieſelben geblieben ſind. Der unentgeltliche Geſang⸗ und Zeichenunterricht für ſolche Schüler, welche nicht mehr zu dieſen Uebungen verpflichtet ſind, wurden der erſtere im Sommer von 812, im Winter von 9, der letztere im Sommer von 5, im Winter von 1 Schüler beſucht, und der Reitunterricht von 8 Schülern benutzt.

D. Disciplin..

Das Leben und Treiben der Schüler außerhalb der Schule gehörig zu überwachen, wird in zieſiger Stadt den Lehrern nur dann ermöglicht, wenn ſie von Aeltern und Hauswirthen darin kräf⸗ Wüg unterſtützt werden. Geſchieht dieſes auch von den meiſten in anerkennungswerther Weiſe, ſo muß Pdoch die Anſtalt gegen manche den Wuunſch ausſprechen, mehr darauf zu ſehen, wie und wo ihre Söhne oder Pflegbefohlenen ihre ſchulfreie Zeit zubringen, und daß ſie ſich überall ſtreng nach den Feſetzen der Schule richten. Es ſind zwar keine gröberen Exceſſe in dem Schuljahre vorgekommen, ſeaber doch wird die Zeit von den Schülern häufig nicht ſo benutzt, wie ſie benutzt werden ſollte und bei größerer häuslicher Aufſicht benutzt werden würde. Die deßhalb von ihnen oft vorgebrachte * Entſchuldigung, ſie hätten keine Arbeiten für die Schule, werden verſtändige Aeltern zu würdigen wiſſen. Der pflichttreue Schüler hat ſelten mehr als die zu ſeiner Erholung nöthige Zeit frei. 4 8

E. Phyſiſches Wohl der Lehrer und Schüler.

Der Geſundheitszuſtand war bei Lehrern und Schülern im Ganzen gut. Krankheiten, die auf längere Zeit den Schulbeſuch unterbrachen, kamen nur bei wenigen vor.

5