Griechisch: 6 Stunden. Declination des Artikels, der Substantiva und Adjectiva, Zahlwörter, Pro- nomina, Conjugation der Verba pura und Contracta. Lectüre aus Gottschick; wöchentlich Extemporalien im Anschluss an die Grammatik und die bei der Lectüre gelernten Vocabeln.
Französisch: 2 Stunden. Repetition des Pensums der V. Erlernung der 4. Conjugaisons, Pronoms, Comparaison, Article partitif, Formation du pluriel. Mündliche und schriftliche Uebungen im Anschluss an Ploetz Elementargrammatik von Lect. 44— 76(mit Auswahl) und Lect. 76— 105. Alle 14 Tage ein Extemporale über den jedesmaligen grammatischen Abschnitt. Uebersetzen aus dem Französischen ins Deutsche nach Ploetz Elementargrammatik mit Auswahl.
Mathematik: 3 Stunden. Formenlehre, Sätze von den Winkeln und einige Sätze von den Drei- kebein die sich unmittelbar aus der Anschauung ergeben. Dezimalbrüche, kaufmännisches
echnen.
Geschichte und Geographie: 3 Stunden. Griechische und römische Geschichte. Geographie der aussereuropäischen Länder.
Zeichnen: 2 Stunden. Erläuterungen und Vorzeichnungen an der Schultafel mit gelegentlicher Benutzung von Zeichen-Wandtafeln. Stilisirte Blatt- und Blumenformen; einfache, laufende und aufsteigende Bordüren, sowie einfache Ornamente.— Im 2. Halbjahr: einfache Zusammen- stellung ornamentaler Gebilde, Vasen, Bordüren, klassische Ornamente. Zeichnen nach ein- fachen Holzmodellen(Anschauungsperspektive).
Quinta.(Cursus einjährig.)
Religion: 3 Stunden. Biblische Geschichten des neuen Testamentes, Memoriren der Bücher des- selben. Der 2. und 3. Artikel sowie das 3. Hauptstück nebst Sprüchen. Kirchenlieder: Wer nur den lieben Gott lässt walten— Befiehl du deine Wege— Wach auf mein Herz— Wie gross ist des Allmächtigen Güte— Jesus lebt. Repetition der früher gelernten.
Deutsch: 2 Stunden. Lehre vom zusammengesetzten Satz. Interpunktionslehre. Orthographische Uebungen. Erklärung, Memoriren und Vortrag von Gedichten. Wöchentlich ein Diktat; einige Aufsätze.
Latein: 10 Stunden. Wiederholung und Vervollständigung der regelmässigen, Einübung der unregelmässigen Formenlehre(mit Uebersetzungsübungen aus den entsprechenden§S. im Schönborn, Lesebuch für Sexta). Die einfachsten Regeln aus der Syntax, besonders Acc. c. Inf. und Participalconstruction(Part. conj. und Abl. abs.), werden durch mündliches und schriftliches Uebersetzen eingeübt. Lectüre und Retroversionen aus Weller, Zusammen- hängende Erzählungen aus Herodot. Memoriren von Vocabeln aus der Grammatik, sowie der bei der Lectüre des Weller vorkommenden. Wöchentlich ein Extemporale und eine schriftliche Uebung zur Befestigung der Conjugation.
Französisch: 3 Stunden. Ploetz Elementargrammatik, Lect. 1— 41 enthaltend: Regeln über die Aussprache mit Leseübungen; die Declination mit dem regelmässigen Plural; die Hülfs- zeitwörter in affirmativer, interrogativer und negativer Form. Adjectif und pronom. poss. der 1. und 2. Person; Adjectif démonst.; Adjectif und Pronom interr.; Adjectiva einer und zweier Endungen; einige Präpositionen; Grundzahlen und Ordnungszahlen.— Mündliche oder schriftliche Uebersetzung der darauf bezüglichen Uebungsstücke und Einprägung der dazu gehörigen Vocabeln. Alle 14 Tage ein Extemporale oder Diktat.
Rechnen: 3 Stunden. Böhme Heft 4. Bruchrechnung in benannten und unbenannten Zahlen. Regeldetri mit Brüchen. Dezimalbrüche. Alle 14 Tage ein Extemporale.
Geographie: 2 Stunden. Europa und speciell Deutschland.
Naturgeschichte: 2 Stunden. Zoologie und Botanik.
Zeichnen: 2 Stunden. Erläuterungen und Vorzeichnungen an der Schultafel durch den Lehrer; dann Zeichnen nach grossen Tafeln mit dem Gebilde nur zum Viertel resp. zur Hälfte, welches der Schüler als ein Ganzes zu geben hat. Anfänglich geometrische Formgebilde, dann gebogene Linien, einfache Motive von klassischen Formen und stilisirte Blatt- und Blumenformen.
Schreiben: 3 Stunden.


