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und in demselben carmen v. 13. u. 14: an mihi sit tanti doctas cognoscere Athenas atque Asiae veteres cernere divitias,— oder I. 7. 11. u. 12: me laudent doctae solum placuisse puellae, Pontice, et injustas saepe tulisse minas:— oder in I. 9. 9. u. 10: quid tibi nunc misero prodest grave dicere carmen aut Amphioniae moenia flere lyrae?— und in derselben Elegie v. 19. u. 20: tum magis Armenias cupies accedere tigres et magis infernae vincula nosse rotae,— und gleich darauf v. 21. u. 22: quam pueri totiens arcum sentire medullis et nihil iratae posse negare tuae.— oder IV. 12. 31. u. 32: et thalamum Aceaeae flentis fugisse puellae, totque hiemis noctes totque natasse dies,— und gleich hinterher v. 33. u. 34: nigrantisque domos animarum intrasse silentum, sirenum surdo remige adisse lacus,— und ebenso auch in den beiden nächsten Versen 35. u. 36: et veteres arcus leto renovasse procorum errorisque sui sic statuisse modum.— oder IV. 19. 9. u. 10: quam possit vestros quisquam reprehendere cursus et rapidae stimulos frangere nequitiae.— etc. etc.— Dass etwas Derartiges bei Kallimachus nicht zu finden ist, bedarf kaum der Erwähnung.
Wenn wir nun schliesslich noch einmal hervorzuheben haben, dass bei Properz der versus spondaicus, der, wie man einig ist, doch nur ausnahmsweise gebraucht werden darf, wenn anders das Gedicht nicht an Schönheit einbüssen soll, nur äusserst selten vorkommt, während er in den Werken des Kallimachus ziemlich häufig ist, so glauben wir aus alle dem, was zur Vergleichung beider Dichter über ihre Verse beigebracht ist, den Schluss ziehen zu dürfen, dass Properz, wenn er auch dem Beispiele des Kallimachus und der Alexandriner überhaupt bei dem Bau seiner Verse da, wo es zum Vortheil derselben geschehen konnte, nachgeahmt und darin vieles ihnen zu danken hat, andrer- seits doch, seinem Dichtergenius vertrauend, seinen eigenen Weg gegangen ist und in vielen Punkten seine Vorbilder übertroffen hat.—
Wir wollen nun sehen, wie das Verhältniss zwischen Properz und Kallimachus sich gestaltet betreffs der Sprache, sofern wir darunter verstehen die Art und Weise Gedanken und Empfindungen zu umschreiben und zum Ausdruck zu bringen.
Bei Behandlung dieser Frage ist wieder zu beklagen, dass die Elegien des Alexandriners bis
auf die geringen Ueberreste durch die Ungunst des Schicksals verloren gegangen, und dadurch die 3*


