gen. Sein ältester College, Dr. Deichmann, begrüsste ihn als Jubilar im Namen des Lehrer Collegiums in einer längeren Rede und überreichte ihm eine in Sapphischem Maasse von ihm zur Feier des Tags gedichtete lat. Ode. Der Primus des Schüler-Cötus, Ad. Dömich, überbrachte im Namen desselben einen silbernen Becher, an dem der Spruch:„In dubiis libertas, in necessariis unitas, in omnibus caritas“ angebracht war.*) Herr Landrath Auffarth, Mitglied der Verwaltungs-Commission, überreichte ein gnädiges Schreiben Kurfürstl. Ministeriums des Innern; Herr Ober-Consistorialrath Dr. Scheffer von Marburg, einst Schüler des hiesigen Gymnasiums von 1819— 1822, das von der theologischen Facultät zu Marburg zuerkamnte Diplom eines Doctors der Theologie; der Director des Gym- nasiums in Rinteln, Herr Dr. Schiek, ein im Namen der dortigen Gymnasial-Lehrer in Disti- chen abgefasstes latein. Gedicht; der Director des Gymnasiums in Fulda, Herr Schwartz, eine lateinische Votivtafel des dortigen Lehrer-Collegiums und eine mit eigner Hand ge- schriebene Abhandlung„de Anonymo, qui dicitur, Gemblacensi vitae S. Lulli scriptore commentatio adjectis monumentis et testimoniis quibusdam historicis ad S. Lullum spectam tibus; fünf Lehrer des Gymnasiums in Cassel, an deren Spitze ein ehemaliger Schüler des hies. Gymn.(II. 1824 bis O. 1830), Hr. Dr. Schimmelpfeng, eine lat. Votivtafel des Casseler, drei Lehrer des Marburger Gymnasiums, an deren Spitze Herr G.-L. Dr. Collmann, eine lat. Votivtafel des Marburger Lehrer-Collegiums; Herr G.-L. Dr. Fliedner, als Abgeordneter des Hanauer Gymnasiums, eine von„dem dortigen Gymnasial-Director, Herrn Dr. Piderit, im Namen des Lehrer-Collegiums abgefasste Schrift:„Zur Kritik und Exegese von Cicero de oratore“; der Rector der Casseler Realschule, Herr Dr. Grebe, einen in einem Gedicht von sieben Strophen enthaltenen Jubelgruss des Lehrer-Colle- giums der genaunten Lehranstalt; mein einziger Bruder, Friedrich, Director des Marburger Gymnasiums, einst Schüler des hiesigen Gymnasiums von Ostern 1818 bis Herbst 1822, eine von ihm zu dieser Feier verfasste Schrift:„De Taciti Germania“; der Herr G.-L. Dr. Ostermann, jetzt zu Fulda, ein ehemaliger Schüler(von Neujahr 1833 bis Herbst 1841) und nachher Lehrer des hies. Gyimnasiums, ein griechisches Gedicht in Distichen;
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*) Dieser bekannte Spruch in solcher Fassung gilt gewöhnlich für einen Ausspruch des Kirchenvaters Augustinas. Indessen hat Fr. Lücke, ebrwürdigen Andenkens, in einer trefllichen Schrift(Göttingen 1850) über das Alter, den Verfasser, die ursprüngliche Form und den wahren Inhalt jenes kirchlichen Friedensspruchs gezeigt, dass der Spruch eigentlich lautet:„Iu necessariis unitas, in non necessariis Eber- tas, in utrisque caritas’ und dass er zuerst in der Schrift eines wenig bekannten lutbherischen Theologen, Rupert Melden, eines Geistesgenossen von Joh. Arnd, aus der Zeu des dreissigjährigen Krieges vor- kommt. Die Sechrift des R. Melden:„Paraenesis votiva pro pace ecelesiae ad Theologos Aug. Conf.“ Lat
Lücke als Anhang seinem Büchlein beigefgt. 2*


