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I. Kl. 2 St. Im Sommer Mineralogie: die einfachen und wichtigſten zuſammen⸗ geſetzten Minerale mit Repetition der betreffenden Paragraphe in der anorganiſchen Chemie; die Grundzüge der Geologie und Geognoſie. Im Winter Zoologie: Gliederthiere und Bauch⸗ thiere. Von den Gliederthieren wurden die Inſekten ſpeziell behandelt und ihr Verhältniß zur Landwirthſchaft feſtgeſtellt. Eine Sammlung einheimiſcher Käfer und die Zeichnungen in Dr. L. Glaſer's„Landwirthſchaftliches Ungeziefer“ wurden dabei benützt. 83Tsſnn
Naturkundliche Excurſionen: wöchentlich 2 Stunden mit je der Hälfte ſämmtlicher Schüler. Dieſelben ſollten dazu dienen, die Zöglinge ſowohl zum Sammeln von Pflanzen und Inſekten anzuleiten, als auch mit den geologiſchen und agronomiſchen Verhältniſſen der Umgegend bekannt zu machen.— Seminarlehrer Dr. Heid.
b. Phyſik und Chemie.
— Eehrbuch: Schödler's Buch der Natur. 4
III. Kl. 2 St. Allgemeine Einleitung in die Phyſik, Wärmelehre, Dampfmaſchine. Einleitung in die Chemie, Metalloide mit Berückſichtigung der betreffenden Paragraphen in der Mineralogie. 1
II. Kl. 2 St. Magnetismus und Glektricität, Meteorologie; aus dem Gebiete der Chemie: leichte Metalle in Verbindung mit den einſchlägigen Paragraphen der Mineralogie; von den Schwermetallen das Eiſen.
I. Kl. 2 St. Schall und Licht, Meteorologie. Aus dem Gebiete der Chemie: Repetition der Metalloide; neu durchgenommen die Metalle, beſonders die leichten Metalle. Ueberſichtliche Betrachtung der organiſchen Chemie.
Beſondere Experimentirſtunden(im Sommer 3, im Winter 6, wobei die Klaſſen in je 2 Abtheilungen gebracht waren,) wurden theils zur Ausführung ſolcher Verſuche benützt, die in den Lehrſtunden nicht angeſtellt werden konnten, theils wurde den Zöglingen Gelegenheit gegeben, ſich ſelbſt im Anſtellen von Verſuchen zu üben.— Seminarlehrer Dr. Heid.
9. Schönſchreiben. Lehrbuch: Wahl's Schreiblehrgang. Vorſchriften von Nädelin. Schreibhefte mit der Nationalſchrift von A. Henze.
III. Kl. 1 St. Uebungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift nach Vorzeigen der rechten Bewegung und nach Vorſchriften und Angabe der Eigenſchaften der richtigen Buch⸗ ſtabenformen mit Benutzung des Liniennetzes. Schreiben der deutſchen und römiſchen Ziffern. Uebungen im Vorſchreiben auf der Wandtafel. Schreiben von Geſchäftsaufſätzen, um gleich⸗ zeitig deren rechte äußere Form zur Kenntniß zu bringen.
II. Kl. 1 St. Wiederholung der Uebungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift und des Zifferſchreibens im Schreibheft und auf der Wandtafel; Schreiben anderer Schriftformen, z. B. des ſächſiſchen Duktus, der Kanzleiſchrift, Ovalſchrift, Wellenlinienſchrift, Keilſchrift, Menzzer'ſchen Schrift und der Darmſtädter Aktenſchrift, Rundſchrift, römiſchen Schrift, römiſchen Zahlzeichen, gothiſchen Schrift, Druckſchrift und Fraktur, Notenſchreiben, Schreiben der mathematiſchen und geometriſchen Zeichen und Abkürzungen u. ſ. w., Schreibunterrichts⸗ Uebungen und Methodik des Schreib⸗Unterrichts. Anfertigung von Vorſtellungen, Berichten, Briefen, Rechnungen u. ſ. w. zur Aneignung der richtigen äußeren Form.
I. Kl. Keine Lehrſtunde mehr, dagegen freiwillige Uebungen privatim. Abgegebene Schriftproben wurden wöchentlich controlirt, cenſirt und bei der Rückgabe mit unterrichtlichen Bemerkungen begleitet.— Seminarlehrer Wahl.
10. Zeichnen. III. Kl. 2 St. Uebungen in den Elementen nach Vorzeichnungen auf der Schultafel, nach Wandtafeln und Naturgegenſtänden. Einfache Ornamente. Uebung im Zeichnen an der Schultafel mit Kreide.


