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40 Kr. vorlegen und mündlich inſtändigſt um Bezahlung dieſer— Summe bitten ſollten. Allein es war vergebens. Die ungariſche⸗ Armee trat gegen Ende Auguſt ihren Rückmarſch nach Böhmen an, ohne daß irgend etwas vergütet wurde. Die Koſten, die der Stadt durch dieſen kurzen Feldzug am Rhein im Jahre 1744 er⸗ wuchſen, beliefen ſich auf 9025 Gulden.
„Alle dieſe Calamitaeten aber“, heißt es in der Ratsſchrift, „waren nur traurige Vorſpiele des den 18. Nov. dicti anni über- die unglückſeelige Stadt Worms ſich aufgezogen- und biß den: 29. October 1745 fürgedauerten Ungewitters geweſen, binnen welchem ſo viele weitere Exactiones dem Publico und gemeiner— Burgerſchafft aufgebürdet und ſo viel Schaden an Frlchten, Weinbergen, Häuſern, Gärten und Waydenklauern etc. aufs neue verurſacht worden, daß der hierdurch verurſachte Schaden weder⸗ in vielen Jahren erſetzt, noch die contrahirte überſchwere Schulden⸗ Laſt abgetilget werden kan.“
Im November 1744 rückte wieder die franzöſiſche Armeee heran, und in die Stadt Worms wurde abermals trotz aller mög⸗ lichen Gegenanſtrengungen des Magiſtrats das Hauptquartier ge— legt. Dazu kamen aber noch 4 Bataillone vom Regiment de Champagne, ein Bataillon vom Regiment de Laval, ein Detache- ment de Royal-Artillerie, eine Kompagnie Brückenknechte und⸗ eine Kompagnie des Guides, die alle in die Stadt einquartiert: wurden. Die meiſten Bürger mußten 6—12 Mann ins Haus⸗ nehmen. Außerdem belegte man auch die Zunfthäuſer mit je— 30— 40 Mann. Die ſämtlichen einquartierten Soldaten beliefen ſich auf 5000 Mann. Dieſe unerträgliche Einquartierungslaſt- dauerte ſo lange, bis die Franzoſen ſelber die ausbrechenden an⸗ ſteckenden Krankheiten fürchteten und deshalb einen Teil der Be⸗ ſatzung hinweglegten. In der Stadt blieben das Hauptquartier, das allein 107 der beſten Häuſer einnahm, ferner die zwei erſten Bataillone und 10 Kompagnieen des 3. Bataillons vom Regiment de Champagne und die königliche Artillerie.
Die einquartierten Offiziere und Mannſchaften mußten von den Eigentümern der Häuſer mit Holz und Licht verſehen werden.


