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Der Verluſt, den die Stadt Worms im Jahre 1743 ſowohk durch die franzöſiſche als durch die Armee der Verbündeten er⸗ litt, wird auf 24,711 Gulden 12 Kr. berechnet.
Kaum war der Winter verfloſſen und den Kriegsvölkern wieder verſtattet, ihren Marſch nach dem Rheine anzutreten, ſo erneuerten ſich auch alsbald wieder die Drangſale der viel⸗ geplagten Stadt.
Am 21. Mai 1744 kam von dem franzöſiſchen Intendanten von Gernsheim aus ein Schreiben, in dem die Stadt Worms aufgefordert wurde, alle daſelbſt vorhandenen Schiffe zum Trans⸗ port der Fourage den Rhein hinauf gehen zu laſſen und das anrückende Huſarenregiment von Linden einzunehmen und mit Brod und Futter zu verſehen, wofür Zahlung zugeſichert war. Zu dem erſteren erklärte ſich der Magiſtrat bereit. Gegen die zweite Forderung machte er die beweglichſten Vorſtellungen. Aber⸗ es war vergebens, denn am 23. Mai rückte das genannte Regi⸗ ment, 800 Pferde ſtark, in Worms ein, und nachdem dasſelbe unter die Bürgerſchaft verteilt war, mußte auch das nötige Brod und Futter herbeigeſchafft werden. Doch damit nicht genug. Der anweſende Kriegskommiſſair legte der Bürgerſchaft noch eine weitere Kriegsſteuer auf. 15,000 Rationen Heu zu je 12 Pfund, 15,000 Rationen Stroh zu je 10 Pfund und 1200 Malter Hafer ſollten innerhalb 2 Tagen geliefert werden.
Der Magiſtrat ſtellte dem Intendanten ſchriftlich und münd⸗ lich vor, daß die Stadt dieſe Lieferung unmöglich machen könnte und bat auch den Kurfürſten von der Pfalz, für ſie einzutreten. So wurde endlich die Forderung auf 5400 Rationen Heu und Stroh und„* Boisseau“ Hafer ermäßigt. Um das Futter an⸗ kaufen zu können, mußte der Magiſtrat der ohnehin ſchon ſtark mitgenommenen Bürgerſchaft eine doppelte Schatzung auferlegen.
Das Regiment von Linden wurde am 4. Juni von anderen Truppen abgelöſt, die bis zum Ende des Monats dablieben und die Bewohner der Stadt aufs äußerſte bedrängten.
Nun erfolgten ſtärkere Bewegungen der beiderſeitigen Kriegs⸗ völker. Als die königlich ungariſche Hauptarmee unter dem Ober⸗


