Aufsatz 
Über Walther von der Vogelweide / von Hermann Siebert
Entstehung
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II. Chronik.

Das Kuratorium der Anstalt bestand im vorigen Schuljahr aus den Herren: Oberbürgermeister Weise, Vorsitzendem desselben, Stadtschulreferenten Metropolitan Dr. theol. Hochhuth, Regie- rungsrat von Stark, Justizrat Hupfeld, Stadtrat Tegethof, Kaufmann Rittershausen, Maurermeister Zahn und dem Direktor der Realschule I. O. Dr. Pr eime.

Das Schuljahr begann mit dem 25. April 1881, an demselben Tage wurden die neu aufgenom- menen Schüler geprüft, es schliesst mit dem 1. April 1882. Während dieser Zeit bestand das Lehrer- Kollegium aus folgenden:

I. 1. Direktor Dr. Preime, II. Oberlehrer: 2. Prorektor Professor Dr. Heuser, 3. Grebe,

4. Dr. Wittich, 5. Dr. Hornstein, 6. Dr. Siebert, 7. Dr. Hölting, 8. Dr. Kramm,

9. Stange, II. Ordentliche Lehrer: 10. Zwirnmann, 11. Dr. Schantz, 12. Krauth,

13. Ide, 14. Dr. Grebel, 15. VöIler, 16. Dr. Stehlich, 17. Dr. Danker, 18. Lange,

IV. Wissenschaftliche Hilfslehrer: 19. Heydenreich. V. Probekanditaten: 20. Dr. Wetzell.

21. Hellmuth. VI. Elementarlehrer: 22. Spangenberg, 23. Gottschalk, 24. Jür-

gens, 25. Erdmann, 26. Allwohl, 27. Schade, 28. Schunck. VII. Religionslehrer:

A. katholische: 29. Kaplan Hoffmann, 30. Nau. B. israelitische: 31. Dr. Stein. Technische

Lehrer: A. Zeichnen 32. Karbiner,(ordentlicher Zeichenlehrer). B. Turnen 33. Boppen-

hausen. Siehe ausserdem die Bemerkung zum Turnunterricht pag. 40.

Veränderungen sind also in der Art eingetreten, dass zu den früheren Lehrern hinzugekom- men sind:

Hellmuth, Adolf, geboren am 2. Juni 1856 zu Wehlheiden, Provinz Hessen-Nassau, evangelischer Konfession, besuchte von Ostern 1868 bis Ostern 1876 die Gymnasien zu Kassel und Hersfeld, stu- dierte von 1876 bis 1880 in Marburg Mathematik und Naturwissenschaften und bestand am 9. Juli 1880 die Prüfung pro fac. doc. Der hiesigen Anstalt wurde derselbe zur Ableistung seines Probe- jahres durch Verfügung Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 22. April 1881 zugewiesen.

Schade, August Karl, geboren am 25. Juni 1851 zu Richelsdorf, Provinz Hessen-Nassau, evan- gelischer Konfession, besuchte die Prüparanden-Anstalt zu Homberg 1867 pis 1869 und von Ostern desselben Jahres bis 1872 das dortige Seminar. Nach bestandener Abgangsprüfung wurde er mit

der Versehung der 2. Lehrerstelle zu Süss, Kreis Rotenburg, beauftragt und nach der im November

1874 bestandenen praktischen Prüfung zu Homberg für jene Stelle definitiv bestätigt. Vom 1. Ok- tober 1875 bis 1. August 1881 wirkte er als Lehrer an der einklassigen Schule zu Elberberg, Kreis Wolfhagen. Am letztgenannten Tage trat er in den hiesigen städtischen Schuldienst, indem er mit der Versehung einer Elementarlehrerstelle an hiesiger Anstalt beauftragt wurde.

Schunck, Balthasar, geboren den 11. Januar 1855 zu Grüssen. Provinz Hessen-Nassau, evan- gelischer Konfession, besuchte von 1871 bis 1874 das Seminar zu Schlüchtern. Nach bestandener Abgangsprüfung wurde er mit Versehung der Schule zu Machtlos, Kreis Ziegenhain, beauftragt. Im Herbste 1875 genügte er seiner Militärpflicht durch Dienst im Heere und erhielt darauf provisorische Anstellung an den städtischen Schulen zu Hersfeld. Nach absolvierter zweiten Prüfung im Juni 1877 zu Schlüchtern wurde ihm die zweite Lehrerstelle am reform. Waisenhause zu Kassel definitiv