C. Kunſtübungen. ſchaften. Letztere ausgeführt mit der Feder und 3 in Sepia. Laviren geometriſcher Figuren. Derſ. 1. Schreiben. 1. VII. CI. 3 St. Einübung der Kleinbuchſtaben: deutſch 3. Singen. und latemiſch. Schirg. VII. Cl. wöch. 2 St. Treffübun inſtimmi 1 4. Cl.. 2 St. gen— einſtimmige VI. Cl. wöch. 2 St. Einübung der Großbuchſtaben: Choräle— ein⸗ und zweiſtimmige Liedchen nach deutſch u. lateiniſch. Derſelbe. Anthes. Schirg. V. Cl. wöch. 2 St. Fortſetzung wie in VI. Griechiſche VI. Cl. wöch. 2 St. Treffübungen— ein⸗ u. mehr⸗ Buchſtaben. Derſelbe. ſtimmige Choräle— drei⸗ und vierſtimmige Lied⸗
. chen. Derſelbe. 2. Zeichnen. VI-— I. Cl. wöch. 3 St. Mit dem aus Schülern aller VII. Cl. wöch. 2 St. Nachbilden der Linien in ihren Claſſen gebildeten Geſangchore wurden Choräle, verſchiedenen Formen, Lagen und Theilungen, Hymnen, Motetten, Chorlieder älterer u. neuerer nach der Wandtafel und nach Originalen. de Meiſter für 4—8 Stimmen eingeübt. Bogler.
Laspée. VI. Cl. wöch. 2 St. Umriſſe kleiner und großer
Köpfe und einzelner Theile des menſchlichen Kör⸗ 4. Kärperübungen.
pers u. ſ. w. Anfang im Schattiren. Derſelbe. Im Sommer wöchentl. 8 Stunden.
V. Cl. wöch. 2 St. Schattirte Köpfe und Landſchaf⸗ Cl. I u. II, a. 2 St. Freiübungen an Ort; Geräth⸗ ten, Umriſſe des menſchlichen Körpers; Perſpek⸗ übungen an Reck, Barren, Schwingel u. Sprin⸗ tivzeichnen nach Regeln und nach der Natur. gel.
Derſelbe. Cl. II., b. u. III. wöch. 2 St. wie Cl. I. u. II, a.
IV. Cl. wöch. 2 St. Schattirte Köpfe u. Landſchaf⸗ Cl. IV. u. V. wöch. 2 St. Vorzugsweiſe Freiübun⸗ ten. Menſchliche Figuren nach Originalen, nach⸗ gen; die leichteſten Geräthübungen an Reck, Bar⸗ gezeichnet zum Theil in vergrößertem Maßſtabe; ren u. Springel.
Perſpektivzeichnen nach Regeln und nach der Natur. Cl. VI u. VII. wöch. 2 St. Ordnungs⸗ und Frei⸗ Da viele Schüler dieſer Klaſſe durch den Be⸗ übungen.
ſuch des Confirmandenunterrichts die Zeichen⸗ Im Winter: Seit Neujahr wurde in der Mi⸗
ſtunde verſäumen mußten, ſo ſteht die Claſſe tie⸗ litär⸗Turnanſtalt mit ausgewählten Schülern aus
fer, als ſie ſtehen ſollte. Derſelbe. Cl. III, IV, V u. VI. in 2 St. wöch. geturnt: Freiwillige der oberen Claſſen wöch. 2 St. in es wurden einfache Ordnungs⸗ u. Freiübungen,
dem Realgymnaſium: Ornamente, Köpfe u. Land⸗ ſowie ſolche an Geräthen betrieben.— Weldert.
C. Aeſthetiſche Bildung.
Zur Förderung der Geſchmacksbildung und des Anſtandes wurden auch in dem verfloſſenen Schuljahre außer den in der Einrichtung des Gymnaſiums ſelbſt und in den gerade nach dieſer Seite hin beſonders wirkſamen Unterrichtsgegenſtänden liegenden Momenten auch alle durch die Verhältniſſe der Stadt in reicher Manigfaltigkeit dargebotenen Mittel nach Möglichkeit zur Mit⸗ wirkung gezogen. Die ſich vielfach darbietende Gelegenheit zu Muſikunterricht iſt von vielen Schülern in erwünſchter Weiſe benutzt worden. Die Theilnahme an wiſſenſchaftlichen Vorträgen und künſtleriſchen Productionen, an Concerten und Bällen, ſowie der Beſuch des Theaters wurde den Schülern mit den durch Alter und andere Verhältniſſe gebotenen Einſchränkungen geſtattet und auch in dem verfloſſenen Winter hatte der verehrliche Vorſtand der hieſigen Caſinogeſellſchaft wieder die dankenswerthe Güte, denjenigen Schülern der Prima, welche darum nachſuchten, den Zutritt zu den von der gedachten Geſellſchaft veranſtalteten Tanzvergnügungen zu erlauben.


