Aufsatz 
Heimatkunde von Friedberg und der Wetterau und ihre Verwertung im Geschichtsunterricht
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erstenmal der Name der Wetterau geschichtlich überliefert. Als Sturmius im Auftrag des hl. Bonifatius auszog, einen geeigneten Platz für das ge- plante Kloster zu suchen, kam er an die Stelle, wo etwa das heutige Bronnzell liegt. Es war Abend geworden, und er schickte sich an, sich einen Lagerplatz herzurichten. Da hörte er vom Wasser her ein Ge- räusch; in der Meinung, es seien wohl wilde Tiere, die durch den Fluss wateten, schlug er mit seiner Axt gegen einen Baum, sie zu verscheuchen; da kam ein Mann mit einem Pferd zum Vorschein. Sturmius erkundigte sich bei ihm über die Gegend, über Lauf der Flüsse und Richtung der Wege, frug ihn auch, woher er komme, und erhielt die Antwort: de Weder- 2(736).(Fita St. Sturmi bei Pertæe, Monumenta Germaniae, II, p. 369.) Zwei Jahre später ſinden wir den Namen der Wedreper in einem Schreiben des Papstes Gregor III.: Gregorius papa universis optimatibus et populo provinciarum Germaniae, Thuringis et Hessis, Borthariis, Nistresis, Wedrevis et Lognais, Suduosis et Grabfeldis vel omnibus in orientali plaga constitutis.(LEpistolue St. Bonifatii No. 128.) Urkundlich begegnen wir der Form Wettereiba zuerst im Jahre 767.(Tradit. Laurish. No, 2942 und 3749.) Die Endung eiba heißtt soviel wie Gau. Erst im 13. Jahr- hundert beginnt die alte Form Wettereiba sich in Wederebia, Mederabia, Wetteravcia zu ändern. Die Form Wetteravia findet sich zuerst 1232 bei Gudenus II. p. 721. Das Adjektiv hieß erederebensis, z. B. Hoinge in Pago aederoebense.(Schenkung der Kirche Hungen an Kloster Hers- feld durch Karl den Großen 782.)

Die Klöster wurden denn bald die festen Stützpunkte des Christen- tums; und zwar sind es zunächst die beiden Klöster Fulda und Lorsch. Bis 770 hatte das Kloster Lorsch schon Schenkungen zu Altenstadt (Alastat)) Wohnbach, Obbornhofen(Obernhocen), Griedel(Gredila) und Crüftel(Cruftila) zu verzeichnen Zu Crüffel, einer Wüstung zwischen Oppershofen und Rockenberg, wird am Ufer der Wetter eine der hl. Maria geweihte Basilika erwähnt, die ein gewisser Slintwan mit allem was er an Wald, Wiesen, Feld usw. besass, dem Kloster Lorsch(dem hl. Nazarius) 796 schenkte.

Da die Mönche die Stiftungen und Schenkungen gewissenhaft auf- zeichneten, sind wir eben durch diese Buchungen und zwar nur durch sie über diese ältesten Orte unterrichtet Die Schenkungen an das Kloster Lorsch verzeichnet bekanntlich der berühmte, jetzt in München befind- liche Codex Laurenshamensis. Unter den 3836 dort abgeschriebenen Schenkungsurkunden, werden 40 Orte der Wetterau erwähnt in den Nummern 2911 3030; in der Weiseler Mark(MHWieelere marca) allein haben sie 21 zum teil beträchtliche Schenkungen an Häusern, Land und Knechten verzcichnet.