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römischen Villa am Karbener, die römischen Scherben im Grund-Schwal- heimer und die Kelleranlagen am Rosbacher Brunnen. ¹)
Die geheimnisvolle Verehrung des Mithras bezeugen die Mithras- funde bei Heddernheim, Friedberg und Florstadt. ²)
Zum Schutze dieses Gebietes lagen Truppen der VIII., XI., XIV., XXI. und XXII. Legion zu verschiedenen Zeiten in den Kaſtellen in Garnison; ferner die cohors prima Flavia Damuscenorum, cohors I und IV Adquitanorum, cohors IV Findelicorum und Feæillarii der XIV. Legion.
Mit Mainz, dem Hauptquartier des obergermanischen Heeres, war die Wetterau durch eine grossartige Heeresſtrasse verbunden, die ge- sicherten Truppentransport in kürzeſter Frist ermöglichte. Sie zicht heute als Elisabethenſtrasse, alte Mainzer Strasse, ſteinerne Strasse, auch Weinstrasse von Mainz-Kaſtel über Hofheim schnurſtracks nach Heddern- heim, von da nach Okarben, und gegen Staden; 3) von Okarben geht in senkrechter Linie eine Abzweigung nach der Kapersburg, von dieser Abzweigung wieder eine Straße nach Friedberg, die aber auch schon anhebt von einer Verbindungsstraße zwischen Heddernheim und der Saalburg.
Von Friedberg geht eine römische Hauptlinie über Schwalheim und Dorheim direkt nach Norden, an Wölfersheim weſtlich vorbei, im Wald„hohe Straße“ geheißen, Münzenberg links liegen lassend durch Trais-Münzenberg über die Wetter nach der„Altenburg“ bei Arnsburg. Auf der Hõöhe nördlich von Dorheim geht eine Abzweigung gegen Oſten nach Echzell; von Echzell wieder ein Strang nach der Hauptlinie, sie kurz vor Münzenberg treffend. Diese drei Straßen bilden ein großes faſt gleichseitiges Dreieck, drei wichtige Kaſtelle: Friedberg, Echzell und Arnsburg auf der kürzeſten Linie mit einander verbindend. 4) Friedberg war außerdem noch mit der Kapersburg und dem Gebirg über die Haselheck durch Straßen verbunden.
Es sind dies nicht die einzigen römischen Straßen der Wetterau, aber es sind die wichtigſten und am sicherſten nachgewiesenen. ⁵)
¹) Quartalblätter 1902, Nr. 6, S. 224.
²) Der Mithraskultus und die Mithräen in Friedberg von Direktor Dr. Goldmann, Archiv, Neue Folge 2, S. 275— 319.
Über den Gott Cautopates und seine Beziehungen zum Mithrasdienst nebst Nach- richten über einige zu Friedberg gefundene und dahin einschlagende Altertümer von Prof. Dr. Philipp Dieffenbach, Archiv VI, S. 243 u f.
Friedr. Kofler: Das Mithräum zu Florstadt. Quartalblätter 1888, Nr. 3.
³) Friedr. Kofler: Die Steinstrasse eine Römerstrasse in der Wetterau. Quar- talblätter 1890, Nr. 1, S. 1 und die Notiz in den Quartalblättern 1888, Nr. 4, S. 86.
4) Rentamtmann Fabricins im Archiv III, 2. Heft, 8. Abhandlung.
⁵) Gareis: Römisches und Germanisches in Oberhessen S. 55 und 56.


