Aufsatz 
Bürgerkunde in Lehrproben für den Schulunterricht
Entstehung
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II. Gegenſtand der Beſteuerung: l. Einkommen und ſeine Grundlagen: Grundbeſitz, Kapital⸗ vermögen, Gewerbe. Verbrauch, z. Beiſpiel von Salz, Bier, Branntwein, Wein, Tabak u. a. 3. Der Verkehr: Fahrkartenſteuer, Stempelſteuer. III. Art der Erhebung: 1J. Direkt durch die Staats⸗ und Gemeindekaſſe nach der Leiſtungsfähigkeit ermittelt durch Schätzung und Selbſt⸗ deklaration in regelmäßigen Terminen. 2. Gelegentlich beim Verbrauch und Verkehr im Verhältnis zum Verbrauch und Verkehr(indirekte Steuern). II. J. ver⸗ bindet ſich mit III. j., II. 2. und 3. mit III. 2. IV. Licht⸗ und Schattenſeiten der direkten wie der indirekten Steuern.

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47. Zölle.

Da habe ich heute in der Darmſtädter Zeitung folgende Er⸗

innerung an den Tag geleſen, da der deutſche Zollverein in Kraft trat.

Wer weiß noch aus dem Geſchichtsunterricht, welche zwei Staaten zuerſt eine deutſche Sollvereinigung ſchloſſend Wann d

Du welcher Vereinigung haben ſich Heſſen und Preußen in unſeren Cagen, 1890, wiederzuſammengefunden d(Preuß. Heſſ. SEiſenbahngemein⸗ ſchaft.) Wie und wann erweiterte ſich die Preußiſch⸗-Beſſiſche Sollver⸗ einigung zum allgemeinen deutſchen Zollverein?d

Nun will ich auch dieſen Artikel vorleſen.

75 Jahre Zollverein.

Es war ein ſchickſalsſchwerer Augenblick, als in der Sylveſternacht von 1853 von den Türmen die Schläge der Mitternacht ſchollen. Seit Tagen harrten auf allen Landſtraßen Mitteldeutſchlands in langen Zügen die Frachtwagen vor den Mauthäuſern, umringt von frohlich lärmenden Volkshaufen. Mit dem letzten Glockenklang des alten Jahres hoben ſich die Schlagbäume, die Roſſe zogen an, unter Jubelruf und Peitſchenknall ging es zollfrei hinüber in das bisherige Zollausland. Der deutſche Zollverein war geboren. Was das bedeutete, kann nur ermeſſen, wer das Mautelend der früheren Jahrzehnte kennt. Hatte doch nach den

Dr. Seidenberger, Bürgerkunde. 9