Aufsatz 
Bürgerkunde in Lehrproben für den Schulunterricht
Entstehung
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4. Geſonderte Regiſter für Geburten, Sterbefälle und Heiraten.

5. Sigene Benaden für dieſe Beurkundungen: Standesamt, Standesbeamte, in der Regel der Bürgermeiſter(früher der Pfarrer).

6. Kontrolle durch das Amtsgericht und Land gericht.

Recht jedes Bürgers, Sinſicht zu nehmen in die Regiſter des Standesamtes

Der Tandesfürſt.

Wer ſteht an der Spitze unſeres Landesd Wer ging ihm in der Regierung voran, wer wird ihm folgen?d Was kannſt du alſo ſagen über die Vererbung der Großherzoglichen, landesfürſtlichen Würde d(ſie erbt im Mannesſtamme nach dem Recht der Erſtgeburt). Welche landes⸗ herrlichen Rechte übt der Landesfürſt aus? Was meinſt dud du d Wir wollen der Reihe nach ſehen. Welche Beamte haben wir hier in unſerer Stadt? Gut, wenn nun der Forſtmeiſter, der Oberamtsrichter, eine Bekanntmachung erlaſſen, welches Adjektiv ſteht da gewöhnlich vor dem Titeld Warum nennen ſie ſich Großherzoglichd Erſtes Recht alſo des Landesherrn 5(Ernennung der Beamten).

Hier habe ich z. B. meine Anſtellungsurkunde; hier ſeht ihr die Unterſchrift unſeres Großherzogs; hier ſeht ihr aber noch eine Unter ſchrift; weſſen iſt dieſe? Was die Unterſchrift des Staatsminiſters zu bedeuten hat, werde ich euch nachher ſagen.

Worin beſteht denn die Tätigkeit unſerer Landſtände d Baben die Geſetze ſchon Gültigkeit, wenn ſie von den Landſtänden beſchloſſen ſind d (Nein, ſie müſſen vom Großherzog genehmigt, ſanktioniert werden, das Leſeneht durch ſeine Unterſchrift, dann werden ſie im Re egierungsblatt veröffentlicht.) Hier habe ich einen Jahrgang vom Regierungsblatt, da ſtehen z. B. folgende Heſetzes verordnungen drin, alle unterſchrieben vom Großherzog Ernſt Ludwig und dem Staatsminiſter.

Der Großherzog iſt nämlich unverantwortlich für ſeine Herrſcher⸗

handlungen; die Verantwortlichkeit trägt der Miniſter. Wäre z. B. die

Kammer mit der Ernennung eines höberen Beamten unzufrieden, ſo g oh 3.