Aufsatz 
Bürgerkunde in Lehrproben für den Schulunterricht
Entstehung
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ſo empfiehlt es ſich, ihnen die Hliederung mit dem Tatſachenmaterial zu geben. Daß nun nur noch bürgerkundliche Aufſätze geſchrieben werden ſollten, meine ich nicht; es wäre gerade ſo einſeitig, als nur literariſche Aufſätze; aber daß die Bürgerkunde ein Gebiet iſt, das dem Aufſatz mit Erfolg dienſtbar gemacht werden kann, das meine ich aller⸗ dings; auch bietet ſie geeignetes Material für mündliche Erörterungen und Berichte.

Wir haben jetzt vortreffliche Hand- und Nachſchlagebücher für Bürgerkunde; aber damit iſts für die Schule nicht getan. Die deutſche Staats⸗- und Rechtskunde von Dr. A. HGHlock iſt gewiß vorzüglich und von mir fleißig benutzt worden; wenn der Verfaſſer aber hofft, daß ſein Buch in den Händen der Schüler dem Unterricht zu Grunde gelegt werden könnte, ſo zeigt das, in welch' glücklichem GCptimismus über die Leiſtungsfähigkeit der Schüler ein hochbegabter Juriſt leben und ſchreiben konnte. Unſere Bürgerkunden legen das Schwergewicht auf die ſachliche Richtigkeit, zu kurz kommt die Geſtaltung für den Schüler. Zwiſchen der Darſtellung des Buches und der Aufnahme durch den Schüler liegen noch verſchiedene Vermittelungen; O. Willmann faßt ſie zuſammen unter dem NamenDidaktiſche Technik bei der Bürgerfunde muß auch teil⸗ weiſe noch die Formung des Stoffes,die didaktiſche Formgebung, die ſonſt im Schulbuch oder Lehrgang gegeben iſt, vom Lehrer mitüber⸗ mnommen werden.

Vorliegende Sammlung iſt kein Nachſchlagebuch, ſie will nicht eine der vorhandenen Bürgerkunden erſetzen, im Gegenteil, der Lehrer wird veranlaßt, eine ſolche zu benützen; nein, ſie ſucht den in den Bürger⸗ kunden gebotenen Stoff für den Schüler zu formen, zur Aufnahme und Aneignung zu geſtalten, in ſeine Siten Fairne ſeinen Geſichtskreis zu rücken; ſie will Klarheit gewinnen über das Lehrverfahren und gibt Proben eines Lehrverfahrens,; ſie iſt ein Verſuch, ein erſter Verſuch, und als ſolcher wünſcht ſie beurteilt zu werden.