Aufsatz 
Feier des 75jährigen Bestehens der Realschule und Einweihung des Neubaues der Oberrealschule in Mainz, 24. - 25. April 1906. Festbericht
Entstehung
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allen ehemaligen böſen Buben der Anſtalt, beſonders Jahrgang 60 70 ſandte herzlichen Gruß Kamerad Asſchenbergh⸗Bari, Italien. Herr Hans Bôché⸗Palamos, Spanien, entbotDeutſchen Gruß und beſte Wünſche zum Gelingen des ſchönen Feſtes. Herr Intendanzrat Liebig, Direktor des herzogl. Hoftheaters Altenburg: Mit aufrichtigem Bedauern, dem Feſte nicht beiwohnen zu können, wünſche glänzenden Verlauf und ſende herzlichſte Grüße den alten Kameraden. Aus Flensburg kamen von Herrn Anton Huber, Direktor der dortigen Kunſtgewerbeſchule,als früherem Schüler herzlichſte Wünſche zur Jubelfeier.In treuer Anhänglichkeit ein Hoch der unvergeſſenen Schule und der lieben Vaterſtadt ſandte Herr Hermann Goerz⸗ Petersburg. Herr Rittmeiſter Freiherr v. d. Hoop⸗Butzbach weihte den lieben Kameraden ein herzliches Gedenken und einen kräftigen Schluck. Aus St. Louis ging dem Feſtausſchuß unterm 14. April nachſtehender Brief zu:Geehrter Herr! Ihre freundliche Einladung zur 75 jährigen Gründungsfeier der Mainzer Realſchule am 24. und 25. d. Mts. ſtattfindend iſt mir heute zugegangen, und ſage ich Ihnen dafür beſten Dank, bedauere aber zugleich aufs lebhafteſte, nicht in der Lage zu ſein, derſelben Folge leiſten zu können. Es ſind nun ſchon über 50 Jahre her, ſeit ich die Schule beſuchte(es war in den Jahren 1852 zu 1855); ich bin unterdeſſen alt und grau geworden, aber ich würde mich glücklich ſchätzen, wenn ich das Feſt mitmachen könnte. Ohne Zweifel würde ich noch einen oder den andern meiner Jugend⸗ und Schulfreunde treffen, und die alte Freundſchaft zu erneuern, den ehemaligen Schul⸗ genoſſen die Hand zu drücken und Erinnerungen und Erlebniſſe mit ihnen auszutauſchen, das wären ſicherlich köſtliche und intereſſante Lichtblicke im Leben. Doches wär' ſo ſchön geweſen, es hat nicht ſollen ſein ꝛc. Im Geiſte und Gedanken werde ich übrigens bei Ihnen ſein. Gern und oft ſchweifen meine Gedanken zurück zur glücklichen Jugendzeit in meiner ſchönen und geliebten Heimatſtadt Mainz, und obgleich ich ein guter und treuer Bürger dieſes mächtigen Freiheitsſtaates geworden bin, ſo hänge ich doch noch mit jeder Faſer meines Herzens am alten Vaterlande, auf deſſen wundervollen Aufſchwung in den letzten Jahrzehnten jeder im Auslande lebende Abkömmling vom deutſchen Stamm ſtolz ſein muß! Zum Schluß lein Hoch dem Kaiſer und dem Reich dem goldenen Mainz und allen den zum frohen Feſte Verſammelten! Hoch⸗ achtungsvoll Ihr ergebener Franz Eppelsheimer.

Herr Paul Hoefel⸗St. Louis ſchreibt u. A.: Leider iſt die Ent⸗ fernung zu groß, um an dem ſchönen Feſte teilnehmen zu können, doch habe ich es mir als alter Schüler nicht nehmen laſſen, Ihnen einliegend einen kleinen Betrag als Scherflein für die Koſten und für Schulzwecke

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