Aufsatz 
Feier des 75jährigen Bestehens der Realschule und Einweihung des Neubaues der Oberrealschule in Mainz, 24. - 25. April 1906. Festbericht
Entstehung
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Stadtv. F. J. Heerdt pröſidierte, wurde ein erweitertes Komitee gebildet. Dieſes unterzog ſich der Aufgabe, alle geeigneten Schritte zur würdigen Durchführung der vielverſprechenden Jubiläumsfeier, der ſich am gleichen Tage die Eröffnung und Einweihung der impoſanten Oberrealſchule ſowie die Einführung des neuernannten Direktors Herrn Geheimen Schulrats Dr. Walter anſchließen ſollte, ſofort mit allen zu Gebote ſtehenden Mitteln in die Wege zu leiten. Der Feſtausſchuß beſtand aus folgenden Herren: Stadtverordneten F. K. Heerdt als Vorſitzendem, Realſchul⸗ und Realgymnaſialdirektor Dr. Karl Kemmer, Profeſſor Dr. Karl Beck, Gewerbe⸗ rat Jean Falk, Thomas Falk, Jakob Gebürſch, Gabriel Anton Gerſter, Louis Kaiſer, Bürgerm.⸗Beigeordneten Baurat Ferdinand Kuhn, Pro⸗ feſſor Ernſt Neeb, Profeſſor Dr. Auguſt Nies, Karl Oppenheim, Dr. Auguſt Rautert, Jean Ring, Wilhelm Römheld, Clemens Rühl, Fritz Schäfer, Reallehrer Philipp See, Philipp Stratemeyer und Karl Willms. Nach einigen Tagen ſchon begann die große Zahl der arbeitsreichen Sitzungen, um das Feſtprogramm im einzelnen durchzuberaten. Der bereits in der am 12. Februar ſtattgehabten Hauptverſammlung zu Grunde gelegte Plan, am Vorabend einen großen Kommers, am Hauptfeſttage früh 11 Uhr die akademiſche Erinnerungsfeier mit darauffolgender Eröffnung und Weihe der neuen Schule und nachmittags eine Feſttafel zu ver⸗ anſtalten, wurde in allen ſeinen Einzelheiten durchberaten und endgiltig feſtgeſetzt. Zwei wichtige Aufgaben traten vorläufig in den Vordergrund: Einmal, ſoweit dies überhaupt möglich war, den Aufenthalt der zurzeit noch lebenden, über alle Erdteile verſtrenten früheren Schüler zu ermitteln und dieſen Einladungen zugehen zu laſſen; zum zweiten, das nötige Intereſſe der Geſamtheit an den Veranſtaltungen namentlich auf dem Wege der Preſſe zu erwecken. Herr Profeſſor Dr. Nies übernahm die mühevolle Arbeit, aus der Unmaſſe von Jahresprogrammen einesteils, aus direkten Umfragen bei früheren Schülern anderenteils eine annähernd vollſtändige Liſte derſelben auszuarbeiten. Trotz aller Gewiſſenhaftigkeit konnte es dennoch nicht ausbleiben, daß an gar manche Intereſſenten Einladungen nicht ergingen, worauf wir hier ausdrücklich aufmerkſam machen. Den Herren Profeſſor Neeb und Reallehrer See fiel die Aufgabe zu, die Preſſe über den Fortgang der Veranſtaltungen auf dem Laufenden zu erhalten.

Da ſich von vornherein mit Sicherheit annehmen ließ, daß außer dem großen Saale der Stadthalle kein anderer der in Betracht kommenden Feſträume imſtande ſein würde, Veranſtaltungen von ſolchem Umfang genügenden Platz zu bieten, ſo trat man mit der Halledeputation der Stadtverordnetenverſammlung in Verhandlungen, um ſich für die in Frage kommende Zeit die Stadthalle zu ſichern. Nach erſtattetem Erſuchen wurde