Aufsatz 
Feier des 75jährigen Bestehens der Realschule und Einweihung des Neubaues der Oberrealschule in Mainz, 24. - 25. April 1906. Festbericht
Entstehung
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ehemaligen Schüler ebenfalls von Wert; waren doch einige der früheren Zöglinge, welche die Anſtalt in den dreißiger und vierziger Jahren beſucht hatten, wie die Herren Moritz Dreyfuß, Georg Friedrich Seemann, Geh. Kommerzienrat und Bürgerm.⸗Beigeordneter Hermann Reinach, Wilhelm Uſinger, Franz Leipold, Joh. Karl Ritz, Anton Heim, Obermaſchinenmeiſter Buch u. A. noch am Leben.

Man war endlich ſogar in der Lage, das Gründungsdatum der Schule genau feſtzuſtellen; es ergab ſich als Tag der Eröffnung der damals noch rein ſtädtiſchen Anſtalt der 25. April 1831. Seit jenem Zeitpunkt waren alſo gerade 75 Jahre verfloſſen, und der Plan wurde erwogen, mit der Eröffnung des Neubaus der Oberrealſchule zugleich die 75jährige Jubelfeier der inzwiſchen zu ſolch gewaltiger Ausdehnung gediehenen Anſtalt zu verbinden.

Der Gedanke fand im Kreiſe des Lehrerkollegiums um ſo lebhafteren Widerhall, als das ſeinerzeitige 50jährige Jubiläum der Schule im Jahre 1881 wegen Erkrankung des damaligen Direktors Herrn Dr. Fr. Schödler hatte unterbleiben müſſen. Nachdem vorläufig das event. Feſtprogramm in allgemeinen Zügen durch Vorbeſprechung in einem Ausſchuß der Lehrer Geſtalt gewonnen hatte, außerdem ſchon mit einer größeren Zahl früherer Schüler Fühlung genommen war, die ſich alle lebhaft für den Gedanken intereſſierten, konnte an die Einberufung einer größeren konſtituierenden Verſammlung ſowohl der einſtigen Realſchüler, wie der Realgymnaſiaſten herangetreten werden. Dieſe erſte große Zuſammenkunft fand unter überaus lebhafter Beteiligung am 12. Februar imHeilig Geiſt ſtatt. Schon die eigenartige Zuſammenſetzung älteſter bis jüngſterSchulbuben, wie ſich launig einer der Redner ausdrückte, und die freudig gehobene Stimmung, welche ſich bald der den geräumigenWartburgſaal dicht erfüllenden Anweſenden bemächtigte, ließ erkennen, daß die gegebene Anregung auf dankbaren Boden gefallen war. Die intereſſante Tatſache, daß an jenem Abend nicht nur hinſichtlich der Zeit drei Generationen vertreten, ſondern wirklich aus einer Familie drei frühere Realſchüler, Großvater, Vater und Sohn, nämlich die Herren Joh. Karl Ritz, Johann Martin Ritz und Karl Ritz, anweſend waren, rief große Freude hervor. Ebenſo wurde es lebhaft begrüßt, daß Herr Karl Bömper ſchon Namen und Aufenthaltsort ſeiner noch lebenden Klaſſenkameraden dem Komitee zur Verfügung ſtellen konnte. Sofort hatte der zuerſt ganz allgemein gehaltene Plan einer Jubelfeier greifbare Geſtalt gewonnen, und bei dem ſo oft bewährten Mainzer Organiſationstalent und dem Gemeinſinn der Bürgerſchaft ſtand das Gelingen einer Feier im großen Stil von nun ab außer Frage. Nach lebhaftem allſeitigen Meinungs⸗ austauſch, gewürzt durch ernſte, wie launige Anſprachen, wobei Herr