Aufsatz 
Welche Beziehungen können am Reformrealgymnasium zwischen dem Englischen und Lateinischen hergestellt werden? Ein Beitrag zur Konzentration im Sprachunterricht
Entstehung
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III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr wurde am 21. April mit der Mitteilung des Stundenplanes eröffnet. Tags darauf nahm der Unterricht in den einzelnen Klassen seinen Anfang, nachdem zuvor die Schüler der Klassen OI bis O III, sodann der Klassen UIII bis VI in der Aula zu einer Andacht versammelt worden waren. Der Unterricht dauerte am Vormittage von 81(von Mitte November bis Mitte Februar von 8 ½ 1), in der Zeit von Pfingsten bis zu den Juli-August-Ferien von 712 Uhr.

Der Allerhöchste Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 27. Januar durch einen Festaktus begangen, wobei Herr Oberlehrer Schlosser die Fest- rede über Generalfeldmarschall Graf Albrecht von Roon hielt. Da die Aula bei der groſsen Zahl der Gäste die Schüler kaum zur Hälfte aufzunehmen vermochte, so wohnten tags zuvor die Schüler der Klassen UIII VI der Hauptprobe bei, bei welcher der Direktor mit kurzen Worten auf die vaterländische Bedeutung des 27. Januar hinwies. An den Geburts- und Todestagen der verstorbenen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. gedachten die Ordinarien in ihren Klassen der grofsen Verdienste der beiden Herrscher um Preufsen und Deutschland.

Die Ferien dauerten Ostern vom 5. bis 20. April, Pfingsten vom 31. Mai bis 8. Juni, im Sommer vom 19. Juli bis 17. August, im Herbst vom 4. bis 15. Oktober, Weihnachten vom 23. Dezember bis 6. Januar.

Dem Kuratorium gehörten an die Herren

Oberbürgermeister Dr. v. Ibell, Schulrat Weldert, Schulinspektor Müller und Direktor Prof. Güth

als ständige, sowie die Herren Stadtverordneter Dr. Dreyer, Bürgermeister Heſs, Stadtrat Professor Kalle, Stadt- verordnetenvorsteher Geh. Sanitätsrat Dr. Pagenstecher, Stadtverordneter Willett und Baurat Winter

als gewählte Mitglieder.

Am 27. Juli 1903 schied Herr Schulrat Weldert durch Tod aus dem Kuratorium aus, in dem er während einer langen Reihe von Jahren für die Interessen der Anstalt gewirkt hatte. Sein Andenken wird in dankbarer Erinnerung bleiben. Zu Neujahr schied Herr Professor Kalle aus dem Magistrat und damit zugleich aus dem Kuratorium aus, nachdem er ihm 9 Jahre lang angehört hatte. Für das überaus rege Interesse, das er während dieser Zeit der Anstalt bekundet hat, spricht sie ihm hierdurch ihren wärmsten Dank aus.

Bei Beginn des Schuljahres traten Oberlehrer Vogeli) und Volksschullehrer Ohlenburger'), dieser als Vorschullehrer, in das Lehrerkollégium ein; der wissenschaftliche Hilfslehrer Schlosser)

wurde als Oberlehrer und der Vorschullehrer Kolb als Lehrer an der Oberrealschule angestellt.

¹) Adolf Vogel, geboren am 4. November 1871 zu Hermannstein, Kr. Biedenkopf, besuchte von Ostern 1882 1891 das Gymnasium zu Wetazlar, studierte in Berlin, Lausanne, Genf und Marburg neuere Sprachen und legte am 31. Januar 1896 zu Marburg die Staatsprüfung ab. Von Ostern 1896 1897 war er Mitglied des Kgl. Pädagogischen Seminars an der Oberrealschule(Klingerschule) zu Frankfurt a. M.; von Ostern bis Michaelis 1897 leistete er die erste Hälfte des Probejahres an der dortigen Realschule (Adlerflychtschule) ab; die zweite Hälfte des Probejahres verbrachte er in England und Frankreich. Nach halbjähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Oberrealschule zu Barmen trat er am 1. Oktober 1898 als Oberlehrer in das Kollegium des damaligen Progymnasiums zu Neunkirchen, Bez. Trier, ein; Ostern 1899 übernahm er eine Oberlehrerstelle am Gymnasium und der Realschule zu Mülheim a. Rh.

²) August Ohlenburger wurde am 17. Juli 1861 in Dauborn(Kreis Limburg) geboren. Er besuchte das Lehrerseminar zu Usingen und bestand Ostern 1881 die erste Lehrerprüfung. Von 18811883 wirkte er als Lehrer in Ramschied und von 188387 in Langenseifen, Kreis Untertaunus. Im Jahre 1883 legte er in Usingen die zweite Lehrerprüfung ab. Ostern 1887 trat er in den Schuldienst der Stadt Wiesbaden, wo er 16 Jahre an der Volksschule an der Bleichstraſse tätig war.

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Schuljahr und

Stunden- plan.

Gedenk- tage.

Ferien.

Kuratorium.