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taner Adolf Tewaag, ein hoffnungsvoller Knabe, der, erſt ſeit Anfang Mai Schüler des Gym⸗ naſiums, durch ſein liebenswürdiges friſches Weſen ſich die Zuneigung ſeiner Lehrer und Mit⸗ ſchüler in hohem Grade erworben hatte.
Nach den Sommerferien nahm der Oberlehrer Dr. Pulch an einem engliſchen Fortbil⸗ dungskurſus in Göttingen vom 1. bis 13. Auguſt teil.
Zum Beginn der Feier des Sedantages veranſtaltete die Schülerkapelle am 1. Sept. abends einen Zapfenſtreich und am 2. Sept. morgens einen Weckruf durch die Straßen der Stadt. Bei der öffentlichen, von den Eltern und Angehörigen der Schüler ſehr gut beſuchten Schulfeier, welche aus Schriftlektion, Geſang und Deklamationen der Schüler beſtand, gab der Oberprimaner Karl Schade in einem Redeverſuche eine Schilderung der Kriege, die in den letzten 250 Jahren zwiſchen Frankreich und Deutſchland geführt worden ſind.
Die ſchriftliche Reifeprüfung des Oberprimaners Heithecker wurde vom 14. bis 18. Auguſt abgehalten, die mündliche am 14. September unter dem Vorſitz des Königl. Provinzial⸗ Schulrats Herrn Dr. Paehler aus Kaſſel. Dem Prüfling wurde das Zeugnis der Reife zuer⸗ kannt unter Erlaß der mündlichen Prüfung.
Die Herbſtferien dauerten vom 24. September bis zum 9. Oktober.
Der Hülfslehrer Karl Spies wurde nach Ablauf der Zeit ſeines Auftrags auf ſeine Bitte noch weiter an der Anſtalt unentgeltlich beſchäftigt. Zu Weihnachten übernahm er die Vertretung eines Oberlehrers an der Oberrealſchule zu Marburg.
Am 31. Oktober beging die Schule in herkömmlicher Weiſe den Reformations⸗ und Stiftungstag der Anſtalt. Bei der Schulfeier gaben Schüler aller Klaſſen durch den Vortrag von Gedichten und Ausführungen in Proſa ein Lebensbild Luthers als Mönch, Prieſter und Profeſſor.
Die übliche gemeinſchaftliche Abendmahlsfeier von Lehrern und Schülern der Anſtalt fand Sonntag den 5. November in der reformierten Kirche ſtatt.
Am 2. Dezember veranſtaltete das Gymnaſium im großen Saale des Abendvereins eine öffentliche muſikaliſche Abendunterhaltung. Nachdem die Schülerkapelle einen Marſch: Die Fahne der 61. von Lüdecke geblaſen hatte, trugen die Schüler der Sexta und Quinta den Winter von Hoffmann von Fallersleben vor, ein Kindergeſangfeſt in zweiſtimmigen Volksweiſen mit verbindendem Text; der gemiſchte Chor Die Zigeuner, eine Rhapſodie in ſieben Geſängen für Soli und gemiſchten Chor von J. Becker(op. 31) mit dem verbindenden Text: Zigeuner⸗ blut, eine Dichtung von K. Geißler. Die Aufführung war ſehr gut beſucht und fand den leb⸗ hafteſten Beifall. Von der Einnahme, 214,25 ℳ,, wurde der Reinertrag mit 172,83 ℳ., dem hieſigen Vaterländiſchen Frauenverein zum roten Kreuz zur Anſtellung einer Gemeirndeſchweſter überwieſen.
Am 23. Dezember wurde zum Schluß des Unterrichts mit der üblichen Weihnachts⸗ feier auf Allerhöchſten Befehl Sr. Maj. des Königs die Feier des bevorſtehenden Jahr⸗ hundertwechſels verbunden. Der Profeſſor Dr. Haeſecke gab in längerer Rede einen Rückblick auf die großen Ereigniſſe des ablaufenden Jahrhunderts und wies die Schüler warm und lebendig
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