Aufsatz 
Rede, gehalten bei der Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Hoheit des Herzogs
Entstehung
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Schulfeierlichkeit, durch welche unsere Anstalt zur Feier des denkwürdigen vaterländi- schen Festes mitzuwirken bestrebt war, wurde am 22. August in der Aula unter der erfreulichsten Theilnahme des Publicums abgehalten. Von den Festgedichten, welche in das bei dieser Veranlassung erschienene Einladungsprogramm aufgenommen wur- den, möge der von dem Oberprimaner Jacob Pravors verfassté und ditsetragene Prolog hier eine Stelle finden! ¹(. mnN aid. II Mror HMerr

per Preudb Glut Srsträhit auf allen Wängön. Hat auch der Fürst des Lebens reichste Güter, Begeist'rung schwellet Jedem heut die Brust, vVerschmäht Er doch nicht treuer Liebe Sold, Und wem noch Thränen in den Wimpern hangen, 8 Verachtet nicht, dic Weihe uns'rer Lieder: Der trocknet sie und theilt der Brüder Lust! 5 Er ist der Jugend, ist den Musen hold! Durch alle Herzen strömet ein Verlangen, 1 Drum legen wir vor Seinem Throne nieder Und dimer Pflicht wird Jedder sich bewusst: Im Festgesang des treuen Dankes Gold! 1 Ihm, den wir einst durch Gottes Huld empfingen, 3 Ol möchte, was im Lied wir tief empfuuden, iie Den Dank des treuen, Herzens darzubringen! 4 Beglücken Ihn in manchen frohen, Stunden!

Zu Seiner Ehre prangt im Festschmuck Heute 3 3Gſeichwie im Horst der Xdler dehnt, Mie Schwinten Auch unwre Stadt in nie geseh'ner Pracht! Und hoch in freie Lüfte strebt empor: Ihm gilt der Glocken frohes Festgeläute, So sollst auch du zum Himmel aufwärts dringen Ihm gilt's, wenn der Geschütze Donner krac ht; Auf Actherflügeln, freier Liederchor!

Wie Nachtigallgeflöte sollst du klingen Melodisch schmelzend an des Hörers Ohr!

Dann wieder laut wie Rauschen in den Zweigen, Wenn wilden Stürmen sich die Wipfel neigen!

Thm gilt der laute Jubelruf der Freude

Beim Fackelglanz in tagesheller Nacht,

Der laute Wunsch: dass Gott Ihn uns erhalte, Durch Ihn in Nassau's Gauen segnend walte!

Was sollen wir dem theu'ren Fürsten geben, Ko hebt denn an, ihr holden Harmonieen, Der schon dies schöne, reiche Land besitzt, IIm Vollaccord und schönsten Saitenklang; Wo Berge stolz zum Himmel sich erheben, Ergreift die Herzen, lasst Begeistrung glühen, Und in der Sonne Glut die Traube plitzt; Entflammt den Geist zu hohem Thatendrang: Wo Alles reich erblüllt, was nur das Leben Dass alle Sorgen weit von hinnen fliehen, Versckönen kann, von ems'ger Hand genützt, Denn, deutsches Herz, was schlügest du wol bang? Wansegen stets der Erde Schooss entkeimet, Wo soleh ein Fürst dem Feind die Stirne bietet, Und Jeder sich ein herrlich Eden träumet? Da ist das Land der Väter wohl behütet!

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Zwei. Oberprimaner Christian Waher ua Friedrich Werren. hielten Vortehgs⸗ Welahe zu dem vaterländischen Feste in nächster Beziehung standen und zwar beant- wortete der Erstgenannte die Frage:Mit welchen Gesinnungen und Gefühlen sollen wir Schüler dieser Anstalt das heutige vaterländische Fest begehen? und schloss mit einem von ihm verfassten Gedichte; der Letztgenannte hielt überDie Treue, die Cardinaltugend des deutschen Volkes einen Vortrag, welchem das Motto voranging; Wir ziehen todesmuthig hinaus zum heil'gen Krieg,

Wir kämpfen für den Herzog, der Herzog für den Sieg; Und führt der Herzog lebend nicht uns're Siegesreih'n, So wollen wir, die Treuen, auch nicht gerettet sein.

2 Von dem Obersecundaner Karl Horstmann, dem Untersecundaner Erust Bickel, dem Tertianer August Büsgen, dem Quartaner Karl Bogler, dem Quintaner Julius Buths, dem Sextaner Alexander Grimmel und dem Septimaner Reinhard Otto wurden Gedichte vorgetragen, welche ohne Ausnahme zu dem vaterländischen Freudenfeste in