Hochzuverehrende Anwesende! Hochgeschätzte Amtsge- nassen! Goliebte Schüler! neh u
Die Worte„ Selehe ich bente an dle für unser Vatapland 80 hoeliichtlcen und erfrenlichen Feste, dem fünfundzwanzigjährigen Regierungsjubiläum Seiner Hohbeit unseres vielgeliebten Herzogs und Herrn, von dieser Stätte zu sprechen mich berufen glaube, um auch bei dieser freudigen Veranlassung dieser Lehranstalt als Organ zu dienen, deren Leitung und Vertretung nach aussen, meinen schwachen Kräften anvertraut wurde, diese Worte kann ich nicht beginnen ohne das Geständniss, dass ich nicht ohne Zagen mich diesem mir durch mein Amt, zu Theil gewordenen Berufe unterziehe. Zwar drängen sich bei einer Festfeier von solcher Bedeutung so viele Gedanken und Er- innerungen, Gefühle und Betrachtungen gleichsam wie von selbst hervor, dass es kaum schwierig erscheinen kann, denselben einen befriedigenden Ausdruck zu geben. Auch kann es gewiss nur als eine dankbare Aufgabe betrachtet werden, von den persön- lichen Vorzügen und Verdiensten eines Fürsten in dem Kreise Solcher zu, reden, in deren Herzen jedes Wort der Anerkennung, welches Ihm gezollt wird, den lebhaftesten Wiederhall zu finden gewiss sein kann. Wie Kinder dem immer ein freundliches Ohr darbieten, welcher zu ihnen[von des geliebten Vaters Tugenden redet, so werden auch die Söhne und Töchter des nassauischen Landes mit freundlicher Theilnahme und herzlicher Zustimmung selbst die schlichtesten und kunstlosesten Worte vernehmen, welche in schwachen Tönen und Farben ein Bild des edeln Fürsten zu entwerfen ver- suchen, welchem Alle mit herzlicher Verehrung und Liebe zugethan sind. Und bietet sich nicht dem Redner ein reicher und willkommener Stoff dar in den Tugenden und persönlichen, Vorzügen dieses Fürsten, die er nur anzudeuten braucht, um in allen Zuhörern Das, was Alle bereits fühlen und erkennen, zur vollen- Ueberzeugung zu bringen; dass ihnen durch die Gnade des Himmels ein hohes, unschätzbares Glück zu Theil geworden ist, einen solchen Fürsten ein Vierteljahrhundert besessen zu haben und ihn noch jetzt in der Blüthe der männlichen Kraft das Steuer des Staates mit fester Hand lenken zu sehen? Aber, dennoch unterziehe ich mich, wie gesagt, mielit ohne Zagen der mir gestellten Aufgabe, da sie von mehreren anderen Seiten mit un- verkennbaren Schwierigkeiten verknüpft ist. Wenn ich auf den wichtigen und ereig- nissreichen Zeitabschnitt hinblicke, welchen ich heute vor Ihrem Auge, h. A vorüber- führen soll, so drängt sich mir eine so reiche Zahl bedeutungsvoller Momente und
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