Aufsatz 
Eigil's Leben des hl. Sturmius : Übersetzung und Anmerkungen ; Zweite Abteilung
Entstehung
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viele Freunde der Anſtalt theilnahmen, wurde die Predigt von dem Gymnaſiallehrer Donner gehalten und von dem Gymnaſiallehrer Hahn der Taufbund mit den Schülern erneuert, von Letzterem auch bei dem Nachmittagsgottesdienſte die Predigt gehalten. Den geiſtlichen Lehrern des Gymnaſiums wurde bei der feierlichen Handlung von dem Herrn Domcaplan Weß die freundlichſte Unterſtützung gewährt, für welche demſelben der Unterzeichnete hier nochmals den verbindlichſten Dank abſtattet.

7. Am 14. Juni folgten, wie in den früheren Jahren, die katholiſchen Lehrer und Schüler des Gym naſiums der Fronleichnamsproceſſion.

8. Am 21. Juni wurden 25 von dem Gymnaſiallehrer Hahn vorbereitete Schüler, nachdem ſie in der Gymnaſialkirche die h. Sacramente der Buße und des Altares empfangen hatten, von ihren Religions⸗ lehrern zum h. Sacramente der Firmung geführt, welches von dem Hochwürdigſten Herrn Biſchofe in hieſiger Domkirche geſpendet wurde.

9. Durch Allerhöchſte Reſcripte vom 28. Mai, mitgetheilt durch Beſchlüſſe Kurfürſtlichen Miniſteriums vom 6. Juli, wurden die proviſoriſch beſtellten Gymnaſiallehrer Jakob Gegenbaur und Dr. Chriſtian Oſtermann nunmehr definitiv allergnädigſt beſtellt.

10. Am 10. Auguſt ſtarb im achtzehnten Lebensjahre an der Auszehrung der Unterſecundaner Rudolf Keißner, welcher ſeit Oſtern 1853 das Gymnaſium beſucht und die Leiden ſeiner langwierigen Krankheit, die ihn ſeit mehr als drei Monaten dem Unterrichte gänzlich entzog und auch früher zu häufigen Unter⸗ brechungen desſelben nöthigte, mit muſterhafter Geduld und frommer Hingebung ertragen hatte. Die Anſtalt verlor in ihm einen ihrer tüchtigſten und würdigſten Zöglinge, welcher ſtets mit lobenswerthem Be⸗ tragen einen angeſtrengten Fleiß verbunden hatte und durch ſeine vorzüglichen Leiſtungen in allen Unterrichts⸗ gegenſtänden zu den beſten Hoffnungen berechtigte. Die Beerdigung des Hingeſchiedenen, bei welcher der Gymnaſiallehrer Hahn die Grabrede hielt und in derſelben die verſammelten Schüler auf das fromme und pflichttreue Leben des Verſtorbenen als auf ein nachahmungswürdiges Vorbild in eindringlichen Worten hinwies, von den Schülern aber unter Muſikbegleitung zwei von dem Geſanglehrer Henkel componirte Trauergeſänge ausgeführt wurden, fand am 12. Auguſt ſtatt und hatten ſich dem Leichengefolge außer den Lehrern und Schuülern noch viele theilnehmende Freunde der Anſtalt und ihres hoffnungsvollen Zöglinges angeſchloſſen. Am 18. Auguſt wurde für denſelben in der Gymnaſialkirche, unter Theilnahme der katholiſchen Lehrer und Schüler, ein feierliches Seelenamt gehalten, welchem auch die Angehörigen des Verſtorbenen beiwohnten. Er ruhe in Frieden!

11. Am 14. Auguſt wurde auf der Gymnaſial⸗Schwimmanſtalt, in Gegenwart des verſammelten Lehrercollegiums, das herkömmliche Probeſchwimmen gehalten, welches, wie bereits oben bemerkt wurde, ein ſehr erfreuliches Ergebniß lieferte.

12. Am 20. Auguſt wurde das höchſterfreuliche Geburtsfeſt Seiner Königlichen Hoheit des Kurfürſten in derſelben Weiſe wie in den früheren Jahren durch eine öffentliche Schulfeierlichkeit begangen, für welche der Prüfungsſaal und insbeſondere die Büſte Seiner Königlichen Hoheit unter Leitung des Gymnaſial⸗Zeichenlehrers Binder mit Laubgewinden und Blumenkränzen feſtlich ausgeſchmückt worden war. Nachdem von dem erſten Sängerchore zwei religiöſe Geſänge ausgeführt worden waren und der Director für das Heil des geliebten Landesfuͤrſten, in welchem das Gymnaſium ſeinen huldvollen Förderer und Be⸗ ſchützer ſowie den Begründer ſeiner gegenwärtigen Lehrverfaſſung dankbar verehrt, ein Gebet geſprochen hatte, hielt der Gymnaſiallehrer Dr. Oſtermann die Feſtrede, in welcher er unter fortwährender Beziehung