Aufsatz 
Eigil's Leben des hl. Sturmius : Übersetzung und Anmerkungen ; Zweite Abteilung
Entstehung
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Dem Unterzeichneten wird auch am Schluſſe des ablaufenden Schuljahres wieder die Freude zu Theil, von einem großen für das Gymnaſium gewonnenen Vortheile Nachricht geben zu können. Durch die aus⸗ gezeichnete, von dem Berichterſtatter ſchon bei ſo vielen Veranlaſſungen mit ehrerbietigſtem Danke anerkannte Fürſorge Kurfürſtlichen Miniſteriums iſt es nämlich möglich geworden, die an das Gymnaſialgebäude un mittelbar anſtoßenden Parzellen des ſogenannten Stadtgrabens, welche ſich ſeither im Beſitze einer großen Anzahl von Privaten befanden, für das Gymnaſium käuflich zu erwerben und zu einem Spiel⸗ und Turnplatze für die Schüler desſelben einzurichten, wodurch zwei große Übelſtände, welche bisher von der Anſtalt fortwährend ſchmerzlich empfunden worden waren, der Mangel eines geeigneten Spielplatzes und eines hinreichend geräumigen und unmittelbar an das Gymnaſialgebäude anſtoßenden Turnplatzes, in er wünſchteſter Weiſe und auf immer beſeitigt worden ſind. Von der hohen vorgeſetzten Behörde ſind auch alle zur Einrichtung des neugewonnenen, ſehr geräumigen Platzes, welcher mit der Turnhalle des Gymna⸗ ſiums in unmittelbare Verbindung geſetzt werden wird, für den gedachten Zweck erforderlichen Mittel aufs bereitwilligſte gewährt worden und da die ſämmtlichen betreffenden Arbeiten theils im Laufe des verfloſſenen Winters in Angriff genommen, theils ſo weit vorbereitet worden ſind, daß ſie mit dem Beginne des Früh⸗ jahrs ausgeführt werden können, ſo iſt dem Gymnaſium bereits für das kommende Sommerſemeſter die Be⸗ nutzung des neuen Spiel⸗ und Turnplatzes geſichert. Die glückliche Durchführung dieſer wichtigen, mit mehrfachen und ſehr bedeutenden Schwierigkeiten verknüpften Angelegenheit verdankt das Gymnaſium der ebenſo umſichtigen als unermüdeten Thätigkeit des Herrn Verwaltungscommiſſars Regierungsrathes v. Biſchoffs⸗ hauſen, welcher ſich durch dieſe erfolgreiche Mühewaltung ein ſehr großes, der dankbarſten Anerkennung in hohem Grade würdiges Verdienſt um die Anſtalt erworben hat. Auch iſt die gedachte Angelegenheit, namentlich durch geſchickte Führung und glückliche Beendigung der mit den Eigenthümern der erwähnten Parzellen gepflogenen Unterhandlungen, von dem Herrn Verwalter Steinbach hieſelbſt ſowie von dem Secretar der Verwaltungscommiſſion Herrn v. Schlereth in ſehr erheblicher und anerkennenswerther Weiſe gefördert worden, was der Unterzeichnete mit gebührendem Danke hier beſonders hervorzuheben ſich ver⸗ pflichtet fühlt..

Die Schwimmanſtalt des Gymnaſiums wurde von 138 Schülern beſucht, von welchen 51 Schwimm⸗ unterricht erhielten, 87, welche bereits früher ſchwimmen gelernt hatten, die Übungen im Schwimmen fort⸗ ſetzten. Der Schwimmunterricht wurde von drei Unterofficieren des 3. Infanterie⸗Regimentes, dem Ser⸗ geanten Hildebrandt, welchem auch die Aufſicht über die Anſtalt und die Leitung des Schwimmunter⸗ richtes übertragen war, ſowie den Sergeanten Euler und Knieling ertheilt. Die ſeitherige Einrichtung der Anſtalt wurde unverändert beibehalten und insbeſondere auch für den verfloſſenen Sommer wieder die Einrichtung getroffen, daß ſich in allen Schwimmſtunden fortwährend ein ſchwimmgeübter Soldat des Regi⸗ mentes in dem der Anſtalt zugehörigen, mit Stange, Schwimmgurt und Leine verſehenen Kahne befand, um den frei ſchwimmenden Schülern bei jeder etwaigen Gefahr ſogleich Hilfe bringen zu können. Die Anſtalt war täglich von 6, bis 8 Uhr abends geöffnet und konnte alſo von allen Schülern viermal wöchent⸗ lich und zwar an denjenigen Tagen, an welchen dieſelben keine Turnſtunde hatten, beſucht werden. Die Anſtalt wurde am 1. Juni für die drei unteren, am 5. Juni für die drei oberen Claſſen eröffnet und am 26. Auguſt geſchloſſen. Die genannten Schwimmlehrer erfüllten die von ihnen übernommenen Obliegen⸗ heiten mit ausdauerndem Eifer ſowie mit ſtets unverminderter Vorſicht, Sorgfalt und Geſchicklichkeit, und da die Witterung in dem verfloſſenen Sommer eine dem Baden ungemein günſtige war, ſo wurde bei dem Schwimmunterrichte, was ſich insbeſondere auch bei dem am 14. Auguſt vorgenommenen Probeſchwimmen