Aufsatz 
De Romanorum reipublicae inter Sulam Caesaremque dictatores forma : Part. I. De populi Romani majestate
Entstehung
Einzelbild herunterladen

48 1. Die Bibliothek.

Es wurden nämlich für die CGymnasiums- Bibliothek von der im Jahresetat dafür aus-

geworſenen Summe, unter andern, mehrere schätzbare Werke der griech. Literatur, auch ein hedeutenderes naturwissenschaftliches Werk angeschafft, und von hohem Ministerium des Innern erhielt dieselbe die bis jetzt erschienenen sechs Bände der Hessischen Geschichte von Ch ristoph v. Rommel verehrt. 8 2 3

Ausser dieser zunächst für die Lehrer bestehenden Büchersammlung, woraus jedoch anch die reiferen Schüler-der Anstalt zu ihrem Privatstudium gceignete Werke erhalten können, wurde noch eine sogenannte Schüler-Bibliothek, die den Schülern, um sie vom Lesen verderbli- cher Bücher abzuhalten, in Stunden der Musse eine ebenso belehrende als unterhaltende Lectüre gewähren sollte, gegründet. Nachdem bereits zu Anfang des Jahres 1857 der Director des

Gymnasiums vermöge eines von Rurf. Ministerium des Innern erhaltenen Auftrags die geeigneten

Vorschläge hierzu eingereicht hatte, erfolgte unterm 10. Màrz v. J. nachstchendes Reseript eines hohen Ministeriums: Für das Gymnasium zu Hanau wird genehmigt, dass zur Gründung und Vermehrung einer Schüler-Bibliothek die dazu geeigneten Werke der Gymnasial-Bibliothek ausgeschieden und abgegeben, von Ostern d. J. an von jedem aufzunehmenden Schüler 2 fl. zur Ver- Wendung für diesen Zweck entrichtet, und übrigens freiwillige Beiträge der Schüler zu "deshalbigen Anschaffungen verwendet werden.

Es wurde hierauf mit dem Beginne des Sommerhalbjahrs 1837 unsere Schüler-Bibliothek eröflnet, und der Gymnasiallehrer Dr. Molter übernahm, unter der Leitung und Aufsicht des Directors, die deshalbigen Geschäfte. Der Fond derselben bestceht:

1) aus den von der Gymnasiums-Bibliothek ihr überwiesenen Büchern, deren jedoch nur we- nige waren.

2) aus den von Lehrern und Schülern des Gymnasiums, sowie von Privatpersonen geschenkten Büchern, nämlich: a) von zwei Damen, die nicht genanut sein wollen, 47 Bande, b) von Herrn Cand. Jung 6 Bande, c) von dem Tertianer Friedr. Genth aus Wächtersbach 8 Baände, d) vom Secundaner Gustav Hupfeld aus Ilanau 1 Bd., e) vom Quartaner Friedr. Spangenberg aus Hanau 1 Bd., f) vom Tertianer Wilh. Eberhard aus Hanau 1 Bd., g) vom Herrn Buchbindermeister Wolff aus Hanau 7 Bde., h) vom Herrn Gymnasiallehrer Münscher 4 Bde., i) vom Herrn Gymnasiallehrer Dr. Molter 26 Bde., k) vom Gymnasial-Director Schuppius 30 Bde.

35) aus den monatlichen Beiträgen der Theilnehmer.

4) aus dem Eintrittsgelde, welches obigem Ministerialrescript gemäss von jedem in das Gymna- sium neu Aufgenommenen bezahlt wird.

Dass mit diesen Hülfsmitteln nichts Bedeutendes geleistet werden konnte, ergibt sich von selbst. Wir hoffen indessen, dass das junge Institut in der Zukunft noch anderweitige Unter- stützung, namentlich auch ferner noch durch die Freigebigkceit wohlwollender Freunde und Be- förderer jugendlicher Bildung, finden werde.

2. Der naturwissenschaftliche Apparaf.

Die Sammlung physikalischer Instrumente ist im Laufe des Schuljahrs durch eine Veraische Seilmaschine, dureh ein Modell einer Condensator- Dampfmaschine, durch einen Elektro-Magnet und einen magneto-elektrischen Apparat vermehrt worden. Sie ist indessen noch immer unvollständig, da für manche Theile der Physik, z. B. für Optik und mathematische Geographie beinahe gar keine Iustrumente vorhanden sind.