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1) Doppelfragen, worin die Fragglieder blos neben⸗ einander ſtehen, ohne ſich einander entgegenge⸗ ſetzt zu ſeyn. Das hier gewöhnliche an— an ſteht für autne— autne, z. B. Quint V, 10: Haec et in deliberando intuemur, et in judiciis ad duas res solemus referre, an(i. e. autne) voluerit quis, an(i. e. autne) potuerit.— Es giebt
2) Doppelfragen, worin die Fragglieder einander ent⸗ gegengeſetzt ſind, und dieſe ſind
a) entweder ſolche, worin das zweyte Fragglied das Gegentheil vom erſteren enthält, ohne daß es ein negativum iſt, z. B. wahr oder falſch, leicht oder ſchwer ꝛc. Hier mag die Frage direkt oder indirekt ſeyn, ganz oder nur ein Glied derſelben ausgeſprochen werden, ſo gilt an für autne. Denn wenn auch nur ein Glied zweyer opposita(gleichviel ob das erſte oder zweyte) ausgedrückt wird, ſupponirt man das andere in der Vorſtellung. Wenn ich z. B. ſage: hat er die Wahrheit geredet, ſo wird das Gegentheil: oder die Unwahrheit, in
est, an diebus, an mensibus, oder worin b) ſtatt an beym zweyten Fragglied das urſprüngliche aut ſteht, z. B. Cic. p. Rosc. Amer. 21: Credo, quum vidisset, qui homines in hisce subselliis sederent, quaesisse, num ille, aut(für an) ille defensurus esset.


