— 33—
am 22. Juli 1813 in der Fürstengruft unter der lutherischen Kirche im Schlosse beigesetzt. König Friedrich Wilhelm III. ehrte den tapferen Offizier noch im Grabe durch Verleihung des eisernen Kreuzes. In silberner Kapsel verwahrt, ist es ihm neben seinem Degen auf den Sarg gelegt worden. Er- schütternd ist es, aus einer Verordnung des Grossherzoglich Hessischen Kirchen- und Schulrats zu Giessen vom 22. Mai 1813 zu ersehen, dass„wegen des neuen unter Anführung Seiner Majestät des Kaisers Napoleon am 2. dieses Monats bei Lützen über die Russen und Preussen erfochte- nen glänzenden Sieges in allen Kirchen des Gross- herzogtums ein Dankfest mit Te Deum abgehalten werden solle.“ Die Glocken dieses Dankfestes musste auch Leo- polds Mutter läuten hören!
Prinzessin Marianne liess dem geliebten Bruder auf dem „Ring“ inmitten des Wendendorfes Gross-Görschen, an der Stelle, wo ihn die Kugel getroffen hatte, ein schönes Denkmal in gotischem Stile errichten. Durch gefällige Vermittelung eines Freundes ist es mir ermöglicht worden, eine Abbildung des Denkmals nach einer Photographie die- ser Schrift beizugeben.


