Aufsatz 
Über Verschmelzung lateinischer Adjektiva mit nachfolgenden Substantiven zu einem Gesamtbegriffe
Entstehung
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5. Schreiben Einübung des kleinen und grossen Alphabets der deutschen und lateinischen Schrift und Anwendung derselben in Wörtern und Sätzen, nach Heckmanns Li. niaturen. 1 Krs. 4 St Hoffmann.

6. Turnon. Freiübungen und Spiele. Im Sommersemester 2 St. Dannhof

III. Sroqumnaosium. Sekunda(Ober- und Unter-Sekunda kombiniert.) Ordinarius: Ordentl. Lehrer Fröling.

1. Religion. a. Kirchenlied. b. Bibelkunde. c. Kirchengeschichte. Kombiniert mit Prima der Realschule. 2 St. Voemel.

2. Lateinische Sprache. RKepetition der Syntax und der schwierigen Ab- schnitte der Formenlehre. Stilistik und Synonymik. Abwechselnd jede Woche ein Exercitium dom und Extemp., teils nach Süpfle 2. Teil, teils nach Diktaten, meist anschliessend an die Lektüre. 4 Aufsätze in der Oberabteilung in einer Zusatzstunde. Gelesen u. zum Teil memoriert: Cicero, De imp. Cn. Pomp. Livius, lib. I bis Kap. 40. 6 St. Fröling. Vergil. Aen. I., II., IV. III. privatim. Memorieren von Versen. 2 St. Bauder..

3. Griechische Sprache, Abt. I. Wiederholung der Formenlehre, Syntax des Verbums. Abwechselnd jede Woche ein Exercit, aus Halm, II, 2. u. Klassenarbeit. Lektüre Xen. Hell. VII bis Ende. Lys. Orat. 24 u. 30. Ein Teil me-aoriert. Herod. V., Kap. 103 bis VI. Schluss. 5 St. Fröling. Homer, Odyss. I V. Memorieren von Versen. 2 St. Schulze. Abt. II., Wiederholung und Erweiterung der Verba auf h. Lehre von der Syn- tax des Nomens(Artikel, Pronomina, Rektion des Casus), Exercit. aus Halm, II, 1. Alle 3 Wochen eine Klassenarbeit. Xen. Hell. V. Herod. Bch. VII. bis Kap. 75 mit einigen Aaslassungen. Odyss. Ges. I., 340. bis II., III., VI, VII. Memorieren von Versen. 7 St. Bauder.

4. Deutsche Sprache. Gelesen und erklärt wurden im Sommer Schillers Tell, privatim gel. Lessings Minna v. Barnhelm und Goethes Hermann und Dorothea, im Winter das Nibelungenlied, privatim gel. Shakespeares Julius Caesar und Schillers Maria Stuart. Er- läutert und zum Teil memoriert wurden Gedichte von Goathe, Schiller, Uhland, Platen u. a. Vorträge im Anschluss an die Privatlektüre. Zusammenfassende Uebersicht über Metrik und Poetik. Anleitung zum Disponieren gegebener Themata und vielfache praktische Uebung im Disponieren. 3

Für die Aufsätze der beiden Abteilungen wurden folgende Themata bestimmt: 1) a. Welches sind die charakteristischen Eigenschaften der Schillerschen Balladen? b. Warum kann feste Freundschaft nur unter Guten bestehen? 2, a. Welches ist der Gedankengang in Goethes GedichtZueignung? b. Vergleichende Charakteristik von Gertrud und Hedwig in Schillers Tell. 3) a. Welche künstlerische Wirkung erzielt Homer mit Einführung der Athene im 1. Gesange der Odyssee? b. Die Rütliscene nach ihrem Verlaufe und ihrer

Bedeutung im Drama 4) a. Welchen Rinfluss hat das Unglück auf Tellheim ausgeübt? b. Die Erlebnisse der Auswanderer in Goethes H. u. Dorothea. 5) a. Licht- und Schattenseiten im Charakterbilde des Pompeius.

b. Was leistete Pompeius zum Wohle seines Vaterlandes? 6) a. 6 57) dapeie dνα̈ο 05 Tond era (Chrie.) b. Ferro nocentius aurum.(Chrie.) 7) a. Wie schildert Vergil das Verhalten des Aeneas u. seiner Genossen nach der Landung in Libyen? b. Sinon u. Laokoon in der Stunde der Entscheidung über Trojas Sechicksal. 8) a. Durch welche Mittel entflammt Antonius das Volk zur Wut gegen Caesars Mörder? b. In welcher Weise vertritt der greise Talbot die Sache der Gerechtigkeit gegenüber der Elisabeth? 9) a. Welche Umstände machen Siegfrieds Tod für Kriemhild furchtbar erschütternd? b) Welche Charakterzüge enthüllt Hagen bei der Ueberfahrt über die Donau? 3. 6. 9. Klassenarbeiten, 10 Prüfungsarbeit.

5. Französische Sprache. 1. Abt. Grammatik: Lehre von dem Pronomen, Syntax des Verbs, vom Infinitiv, nach Ploetz Schulgrammatik Lekt. 70 ff. Exercitien und Extemporalien. Lektüre: Lamartine, Voyage en Orient und Thiers, Histoire du Consulat et de l'Empire(Waterloo) 2 St. Giesse. 2. Abt. Grammatik: Anwendung von avoir und être, reflexive und unpersönliche Verben, Formenlehre des Substantivs, Adjectivs, Adverbs. Das Zahlwort, Wortstellung, Gebrauch der Zeiten und Moden, nach Ploetz, Sohulgr., L. 24 his 50. Exercitien und Extemporalien. Lektüre: Souvestre, Au coin du feu. 2 St. Eckhardt.