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ſuchte das Königliche Joachimsthalſche Gymnaſium zu Berlin und das Gymnaſium zu Potsdam, von welchem er im Juli 1870 mit dem Zeugniß der Reife entlaſſen wurde. Darauf machte er den Feldzug gegen Frankreich(Belagerung von Paris— Sturm auf le Bourget) mit und ſtudirte von Oſtern 1871— 1874 in Berlin Philologie. Von Oſtern 1874 an als Hilfslehrer an der höheren Bürgerſchule zu Luckenwalde beſchäftigt, promovirte er im Juni 1874 in Jena und beſtand im Juni 1875 die Staatsprüfung. Michaelis 1875 wurde er mit Verſehung einer ord. Lehrerſtelle am hieſigen Königlichen Gymnaſium beauftragt.
Endlich wurde ſeit dem 1. Decbr. v. J. der Candidat des h. Schulamts Herr Georg Marchand aus Caſſel zur Ableiſtung ſeines Probejahrs dem h. Gymnaſium überwieſen. Die durch die Emeritirung des Oberlehrers Dr. Hartmann ſeit d. 1. April 1875,(ſ. d. vorj. Progr. S. 27) entſtandene Vacanz wurde durch Ascenſion des Oberlehrers Dr. Stacke in die zweite, des 1. ord. Lehrers Kutſch in die dritte Oberlehrerſtelle, ſowie der ord. Lehrer Dr. Suchier u. Berlit in die 1. und 2. ord. Lehrerſtelle ausgefüllt. Dem ord. Lehrer Dr. Suchier wurde außerdem auf den Antrag des Königl. Provinzial⸗Schul⸗Collegiums durch den Herrn Miniſter der geiſtlichen⸗ Unterrichts⸗ und Medicinal⸗Angelegenheiten der Oberlehrer⸗Titel verliehen. Demnach war die Zu⸗ ſammenſetzung des Lehrer⸗Collegiums während des abgelaufenen Winter⸗Semeſters 1875/76 folgende: Director Dr. Otto Frick; 3 Oberlehrer: Prorector Pfarrer Wilh. Herm. Meurer, Dr. Chriſtian Ludw. Stacke, Joh. Aug. Kutſch; 5 ord. Lehrer: Oberl. Dr. Hugo Ferd. Suchier, Alfred Berlit, Dr. Max Häſecke(prov.), Daniel Birkenſtamm, Aug. Roſenſtock, 2 cand. prob.: Herum. Spranck und Georg Marchand; Geſanglehrer und Cantor Joh. Chriſtian Kapmeier.
Am 13. Januar wurde wenige Tage nach ſeiner Ueberführung in die Heilanſtalt zu Haina unſer lieber ehemaliger College, der ſeit dem 1. April v. J. emeritirte Oberlehrer Dr. Hartmann von ſeinen langen und ſchweren Leiden erlöſt. In der Morgen⸗Andacht des 17. Jan., die ſich zu einer Gedächtnißfeier für den Verſtorbenen geſtaltete, ſuchte der Unterzeichnete den Empfindungen Ausdruck zu geben, mit welchen das Hinſcheiden des einſt um die Anſtalt ſo hoch verdienten Lehrers uns erfüllte. Sein Andenken wird unter uns in Segen bleiben.(ſ. d. vorj. Progr. S. 27.)
Des wichtigen Ereigniſſes der Grundſteinlegung zu dem neuen Gymnaſial⸗Gebäude iſt in dem Vorbericht ausführlich gedacht worden. Dieſelbe gab dem anweſenden Herrn Provinzial⸗Schul⸗ rath Dr. Rumpel zugleich Gelegenheit zu einer kurzen Reviſion der Anſtalt. Am 25. September fand unter dem Vorſitz deſſelben die mündliche Maturitäts⸗Prüfung ſtatt, in welcher dem Abit. Georg Böhling die Reife zugeſprochen wurde.(ſ. oben S. 16) Am 18. Juni, dem 200 jährigen Jahrestag der Schlacht von Fehrbellin wurde eine nach allen Seiten wohlgelungene Turnfahrt veranſtaltet; die Primaner und Secundaner zogen unter Führung der Herren Dr. Suchier und Berlit nach Kloſter Loccum und dem Wilhelmſtein im Steinhuder Meer,(2 Tage), die Tertianer u. Quartaner unter Führung des Unterzeichneten und des Pfarrer Meurer über die Bückeberge nach Obernkirchen und Eilſen, die Quintaner und Sextaner unter Führung der Herrn Eickhoff und Roſenſtock nach der Paſchenburg.— Die Feier des 2. September beging die Schule am Vormittag durch feſt⸗ lichen Ausmarſch in die Berge und am Nachmittag unter zahlreicher Betheiligung des Publikums zu Todenmann im Freien durch Declamationen der Schüler, gymnaſtiſche Wettſpiele und Preis⸗Ver⸗ theilung.— Endlich wurde am 10. März eine Gedächtnißfeier zur Erinnerung an die Königin Luiſe(geb. 10 März 1776) gehalten, bei welcher der Gymnaſiallehrer Herr Berlit der ver⸗ ſammelten Schulgemeinde das Lebensbild der edlen Königin in lebendiger und warmer Schilderung
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