Aufsatz 
Die gegenwärtige Bedeutung des mathematisch-physikalischen Unterrichts an Gymnasien.
(Entsprechend der Zirkularverfügung vom 31. März 1882.)
Entstehung
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55 denen wir hoffen, daßz sie das Ineinandergreifen des Unterrichts in den verschiedenen Klassen erleichtern. Mit der Ausarbeitung solcher Lehrpläne wird im kommenden Schuljahr weiter vor- gegangen werden. Die schriftliche Prüfung der 13 Osterabiturienten wurde in der Woche vom 24. bis

29. Januar vorgenommen; die mündliche Prüfung findet am 18. März unter dem Vorsitz des Direktors statt.

Den 90. Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers werden wir am 22. März im Saalbau feiern. Mit dem gesamten Vaterlande bereitet auch unsere Schule sich zu einer würdigen Feier dieses einzigen Tages vor.

3. Unterbrechungen des regelmässigen Unterrichts.

Das vergangene Schuljahr war durch die notwendige längere Beurlaubung mehrerer Lehrer und durch zahlreiche Erkrankungen ein besonders schwieriges. Herr Prof. Gill- hausen mußte wegen eines schweren Leidens in der Zeit von den Osterferien bis Anfang Juni einen Aufenthalt in Karlsbad nehmen. Herr Oberlehrer Dr. Berch suchte zu Beginn des Wintersemesters durch eine sechswöchentliche Kur in der Schweiz Heilung von einem lang- jährigen Nervenleiden. Mehrere Wochen fehlten wegen Krankheit die Herren Caster,I Dr. Schütz, Hauschild und Dr. Wirth. Von kleineren Erkrankungen wurden außerdem betroffen die Herren Dr. Trieber, Dr. Trommershausen, Prof. Noll, Prof. Gillhausen, Pelissier, Dr. Römer und Dr. Schwemer. Von Herrn Turninspektor Danneberg ist oben berichtet. Zu einer militärischen Dienstleistung war Herr Dr. Schwemer vom 6. bis 18. Februar ein- berufen. Dazu kam die durch das ganze Jahr sich erstreckende Vertretung einer vollen Lehrkraft (s. S. 52). Dreimal während des Wintersemesters kam es vor, daß 5, einmal daß sogar 8 Lehrkräfte an dem etatsmäßigen Stande fehlten. Wenn unter solchen Umständen auch die Freigabe mancher Unterrichtsstunden unvermeidlich war, so konnte doch Dank der Opferwilligkeit der Mitglieder des Lehrerkollegiums im großen und ganzen der regelmäßige Unterricht aufrecht erhalten werden.

Unsere Schüler erfreuten sich im allgemeinen einer guten Gesundheit, größere Versäum- nisse kamen nur vereinzelt vor. Erst in den letzten Tagen scheint die in der Stadt herrschende Masernkrankheit auch aus den Kreisen unserer Schüler eine größere Anzahl zu ergreifen.

Wegen übermäßiger Hitze fiel am 21. Mai, 15. Juni, 10., 23. und 26. August, 3. und 6. September der Nachmittagsunterricht aus. Während des Wintersemesters wurden mehrere Nachmittage zum Schlittschuhlaufen freigegeben.