Anlage I.
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kntwurf eines Lehrplans für den mathematisch-physikalischen Unterricht an Gymnasien, entsprechend den zur Zeit(1887) für Preufsen geltenden Bestimmungen.
Rechnen und Algebra.
Geometrie.
Physik.
Wiederholung d. 4 Species in unbenannten
und benannten Zahlen. Reduktion von
VI. Maßen, Münzen und Gewichten auf Nmhoöhere und niedere Einheiten. Die
4 St. gemeinen Brüche und ihre Bezie- hungen aufmehrnamig benannte Zahlen. Einübungen hauptsächlich mündlich.
Regel de tri, vorzugsweise unter Anwen- dung des Schlussverfahrens. Addition und Subtraktion von Decimalbrüchen.
Anwendung zusammengesetzter Verhält- nisrechnungen auf das bürgerliche 4 St. Leben. Decimalbrüche.
Einführung in die algebraische Zei- chensprache. Die Grundrechuungs- artenmit positiven Größen, insbesondere V
zusammengesetzte Multiplikation. Zer-
legen in Faktoren; Quadrate von
Binomen und Polynomen; Lehre von
den Brüchen.
Einfache GleichungenerstenGra des
müt X.
[Partialdivisionen. Reduktionen von Brüchen. Erweiterung der Ope- rationsbegriffe durch Zusam-
menfassung entgegengesetzter
Rechnungsarten. Arithmetische
und geometrische Proportionen, letztere
in Verbindung mit der Repetition der
Schlussrechnung; Fortsetzung der
(Gleichungen ersten Grades mit X.
Wurzelausziehen. Quadrat- und
Kubik-Wurzeln aus gemeinen Zahlen.
Lehre von den Potenzen und Wurzeln.
Logarithmenrechnung(als Anwen-
dung dazu resp. zur Veranschaulichung V Elemente der Zinseszinsrechnung).
Gleichungen ersten Grades mit
mehreren Unbekannten. Gleichun-
gen zweiten Grades mit x.
Quadratische Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Anwendung auf die Reduktion von Va Vp. Rech- nung mitkomplexen Größen. Vorzeichen der Wurzel. Arithmetische und geometrische Reihen. Rentenrech- nung. Permutationen u. Kombinationen.
Kettenbrüche; diophant. Gleichungen. Elemente der Wahrscheinlichkeits- rechnung.
Binomischer Lehrsatz mit Anwendungen. Geschichte der Elementarmathematik.
Stund. Repetitionen.
Geometrisches Zeichnen.
Sätze von den Winkeln, Kongru-
enzsätze m. Anwendungen. Sätze v. gleichschenkligen Drei- eck. Einfachste Fälle der Flächenberechnung.
Sätze vom Parallelogramm. Einfachste Sätze über den Kreis (über Sehne, Tangente).
Der Pythagoräische Lehr- satz(Seine Verwendung zu Rechnungen.) Die wichtigsten geraden und Kreis-Orter.(Satz über Gleichheit von Periphe- riewinkeln und Tangenten- Sehnenwinkeln.)
Die Ahnlichkeitslehre. Kreisbe- rechnung. Einfache Berüh- rungsaufgaben. Teilung im goldenen Schnitt la) mit algebr. Begründung, b) aus dem geometrischen Begriff der Potenz abgeleitet.)
Ebene Tri gon ometrie.(Ptole-—
mäischer Lehrsatz und seine Anwendung in der Goniometrie.) Planimetrische UÜbungen z. B. Satz des Ceva; die merkwürd. Punkte des Dreiecks; Konstruktionen u. Berechnungen d. Dreiecks aus mittelbar. Bestimmungsstücken.
Einleitung in die Physik. Kursorische Übersicht; Chemie; Aerostatik und Hydrostatik.
Konstruktive u.rechnende Stereo-
metrie. Algebraisch-geo- metrische Aufgaben. Das
Taktionsproblem des Apollonius.
Die harmonische Teilung.
Trigonometrisch-stereome- trische Aufgaben. Repeti- tionen.
Wärme; Schall; Magnetis- mus; Elektrizität.
Fall und Wurf, Centralbe- wegung. Kepler'sche Ge- setze. Gravitationsgesetz. Mathemat. Geographie.
Optik. Wiederholungen u. Ergänzung des früher Durchgenommenen, z. B. Theorie der einfachen Maschinen, elastischer Stoß, barometr. Höhen- messen. Elemente der
Meteorologie.


