Aufsatz 
Aus der Mainzer Vergangenheit. Aufsätze zur Belebung des Geschichtsunterrichtes : 1. Teil
Entstehung
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strafen belegt. Als im folgenden Jahre zu Aschaffenburg auf Sonntag Exaudi d. h. am 13. Mai 1526 Mainzer Bürger ihre Schuld an dem Aufruhr bekannten,¹) wurden ihnen zwar die Vergehen verziehen, sie blieben aber in Strafe.

Im Anschluß an die 30 Artikel berichtet²) eine chronikali- sche Notiz über das Schicksal der Mainzer folgendes:Als nun die uffrürigen zu Mein⸗z ein kurcze zeit sich disser ihrer freiheit gebraucht und zuleczt gute(= sichere) kundtschafft bekamen, wie die uffrührigen hin undt wider ubel abgezalt worden..... seindt sie erschroken undt haben sich gar still gehalten, wie in gleichen die im Ringaw sich auch wider nach hauß undt zur ruhe begeben, biß leczlich die Inquisition angestellt, die Redelsführer herfurgezogen undt viel umb kopffs kürczer gemacht. Da war obgemelter freiheitsbrieff (vom 27. April 1525) wider dott undt cassirt, undt helt man vor gewiß, das disser uffruhr durch Deutschlandt hab uber hundert dausendt köpf gekost. Nach dissem hatt Erzbischoff Albrecht den hübschen Brunnen) uff dem Marck lassen uffrichten und würdt der Mark gepflastert, der zuvor ohn- gepflastert war. Der ander brunnen¹) bei der schustergaß wardt auch damalß gemacht.

Schlußbemerkung: Des beschränkten Raumes wegen mußte von dem Abdruck weiterer Aufsätze abgesehen werden.

) Joannis a. a. O. S. 831. 2) Hegel a. a. O. II 1 S. 112.

³) Der Marktbrunnen; über seine Inschriften, vergl.: Schaab, Geschichte der Stadt Mainz I S. 428 f.; Klein-Bockenheimer, Mainz u. Umgebung S. 159; May a. a. O. II S. 533 ff.

) Nicht erhalten,