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nher Bargeld und sonstige verwendbare Mittel nicht ver- fügte, so einigten sich der Vormund Meister Kaspar Koch, die Witwe Christina Fichhorn sowie Peter Breidenbach, ältester Rentmeister, und Johann Adam Hut als Beistand der Eich- hornischen Kinder, vorbehaltlich der Ratifikation durch den Kämmerer, dahin, dem Rentmeister, seiner Frau und ihren Erben die Behausung auf dem Leichhof, an der ihnen das Halbteil bereits zustand, zu vollem Eigentum zu übertragen. Dafür kommen an der Schuldsumme von 875 fl. 500 fl. in Abrechnung, jedoch mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß die Erben Gerhard Fichhorns Streitigkeiten, die etwa über die Behausung entständen, zu ihrem halben Teil zu verfechten und an den allenfalls auf dem Hause noch lastenden rück- ständigen Zinsen mitzubezahlen hätten. Für die noch restie- renden 375 fl. überließen die Witwe und Erben Eichhorns dem Rentmeister 1) einen Morgen Weingarten vor der Gau- pforte, an Nikolaus Raunheimers Erben und Johann Graß, Bäcker auf dem Tiermarkt, angrenzend. Dieser Weingarten, der jährlich in die Oberkellerei in der Martinsburg 1 Malter Korn zinste, wurde um 225 fl. übergeben. 2) 5 Viertel Wein- garten bei dèr„weißen Mauer“, zwischen den Herrn der Sozietät Jesu und den Erben Heinrich Wirtz belegen. Diese fünf Viertel, die frei und ledig waren, wurden auf 200 fl. geschätzt. Es empfing also der Rentmeister mit den Wein- gärten 50 fl. über Gebühr, die er in Rechnung setzen und ver- rechnen mußte. Weil die Schuldforderungen Kaspar Eich- horns ungeteilt blieben, so wurde dem Rentmeister als Ersatz ein wüster Platz auf der Löhrgasse bei dem Löherpförtlein, an dem ihm bereits die Hälfte erblich gehörte, ferner eine Obligation, auf den Hechtsheimer Schultheißen Johann Bor- gardt lautend, überlassen. Als Zeugen waren bei diesem Vergleiche anwesend der kaiserliche Notar Nikolaus Bock, Meister Gerhard Straun, Pistenbäcker, und Meister Hans Becker, Fladenbäcker.
Rokoch veräußerte das Eichhornische Anwesen auf dem Leichhof, zum Gauckelstein genannt, nach wenigen Jahren mit Gewinn; denn am 23. März 1653 übernahm¹) es von ihm Meister Paul Stundtß(oder Stendtß), Barbier, und dessen Müller zu Biebrich, einen Tausch von Liegenschaften vor; dabei handelte es sich u. a. um ½ Morgen Acker im großen Boden, auf der einen Seite an Gerhard Eichhorn grenzend, ferner um ½ Morgen Acker auf dem vorderen Berg gelegen, unten an Gerhard Eichhorn und oben an Emund Rokoch anstoßend.(Prot. jud. Elect. Fol. 455).
1) Ebenda Fol. 140a. Zeugen: Peter, Breidenbach, Wieger an
der Altmünsterpforte, Johann Lohr, Kürschner und Johann Philipp Eigenbarth.


