Aufsatz 
Emund Rokoch. Ein Mainzer Kaufmann und Beamter des XVII. Jahrhunderts : 6. Teil. Schluß
Entstehung
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1. Belege zur Stammtafel und Familiengeschichte der Rokochs.

1) Emund Rokoch stammte aus Buir im Jülicher Lande, Kreis Düren.(Vergl. Schrohe, Mainz. Zeitschr. IV 1909, S. 78, Z. 21 der zweiten Kolumne.) Darnach sind die Aus- führungen in Rokoch I, S. 4. und 5, zu berichtigen. Vogts, Das Mainzer Wohnhaus im 18. Jahrhundert, S. 107, Anm. 21, stellte, ebenfalls von Direktor Blase mittelbar angeregt, bei dem Pfarrer in Buir(Bahnstrecke Köln- Düren) Erhebungen an. Auf eine Anfrage meinerseits antwortete mir der dama- lige katholische Pfarrer von Buir, Herr Schündelen, gütigst folgendes: In den ältesten Hebelisten(von 1624 an) kommt der Name Rokoch verschiedene Male vor mit Abgaben für Kirche und Pastorat, besonders Wilhelm Rokoch oder Rökoch sowie W. Rokoch Erben. Von 1624 1673 war hier (d. h. in Buir) Pfarrer Bertram Brewer, der viele Aufzeich- nungen gemacht hat. Derselbe schreibt:Anno 1671, 9. Junij hat Emund Rokoch von Mainz unser Kirchen zu Buir ver- ehret ein newe........(unleserliches Wort, das wohl Farbe oder Stoff des Meßgewandes angab) Casell mit Manipel und Stull(Stola), eodem auch geben 12 Rthlr. zubehöff des Bro- deraltars s. Sebastiani, so ich infrascriptus Coloniae in praesens Otto Kirch empfangen. Actum ut supra Bertr. Brewer, pastor Bürae. Um diese Zeit wird der Name Edmund Rokoch in dem Mitgliederverzeichnis der Sebastianus- bruderschaft aufgeführt. Gegenwärtig ist hier(in Buir) keine Frinnerung an die Familie Rokoch oder deren Nachkommen vorhanden. Soweit die sehr dankenswerten Aufschlüsse des Herrn Pfarrers Schündeln. Der erwähnte Wilhelm Rokoch ist vermutlich der Vater Emunds; denn dieser wird als filius Wilhelmi Rokoch in das Trauregister von St. Ouintin ein- getragen(Vergl. Rokoch I, S. 4, Z. 19 v. u.). Auch der Ein- trag über Rokochs Stiftung ist nicht ohne Wert. Er beweist, daß der Rentmeister noch 38 Jahre nach seiner Ueber- siedlung nach Mainz seine Geburtstätte in treuer und dank- barer Frinnerung hatte. Ob damals in Buir noch Brüder oder Schwestern von ihm lebten, läßt sich nicht nachweisen. Einigermaßen aber ist es zu erklären, warum Rokoch den Sebastianusaltar mit einer Stiftung bedachte und Mitglied der Sebastianusbruderschaft wurde. Beide stehen in innigstem Zusammenhang mit der Pest(Vergl. Schrohe, Kurmainz in den Pestiahren(1666/7, S. 112 ff. u. Schrohe, die Sebastianus- kapelle in Mainz, S. 3 ff.). Vielleicht hat Rokoch aus Dank- barkeit dafür, daß er als Mitglied des officium sanitatis in Mainz samt seiner Familie von der Pest verschont blieb, die