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Das Steinkolenmaas¹) solle beschüttet werden wie das holzkolenmaas; späterer Zusatz: ist auch geschehen.
gleichergestalt solle das Castanienmaas beschüttet und demnechst die befindung angezeigt werden, damit es der Ordnung einverleibt werde. Herr Rokoch wird es verrichten und referiren.«
Wie befohlen, ließ Rokoch am 13. November 1673 durch zwei vereidigte Mütter die Revision des Kastanien- und Steinkohlenmaßes vornehmen. UÜber das Ergebnis dieser Prüfung, die in seiner Gegenwart stattfand, reichte er der Regierung am 14. November folgenden Bericht ein:
»Heut dato den 13ten Novembris 1673²) ist die Castanien maß beschüttet worden durch zwey geschworn Müttern und helt in sich, alß folgt:
Das wald malter Castanien maß helt in sich 6 ge— heuffter firnsel Castanien. so man es aber mit früchten mest, so helt es 6 geheuffter firnsel weniger Ein Kumb. lst die uhrsach, weilen die früchten rundt und uf dem gehaufften firnsel nicht so viel liegen bleiben alß uf den Castanien.
Die Steinkohle mabß betreffendt so helt das mltr in sich vier firnsel gehäufft. Das firnsel aber mit früchten be-— schüttet helt in sich zwei unsere Korn firnsel geheufft und Ein Kumb, helt also das mltr mit früchten beschüttet acht gehauffte Korn firnsel und Ein gestrichen firnsel.
N. B. Der nassen Steinkohlen gehen mehr uf Ein firnsel als der Trockene. Die Kalckbütte betr. So wirdt es mit zwey mltr Korn speichermaaß ahngestossen beschüttet und geeichet.
Der Korn Stuefft, so Ein Kumb helt, befindet man unseres erachtens recht, der halbe Kumb aber etwas zu klein. Namblich zwey halbe Kumb in den Stuefft oder Kumb geschüttet, fehlent daran Ein gut handt voll.« Zusatz, von anderer Hand: ist rectificirt.—
Die kurfürstliche Regierung erhielt an genanntem 14. No- vember 1673 von diesem Berichte Rokochs Kenntnis. Die Ergebnisse seiner Revision inbetreff des Steinkohlen- und Kastanienmaßes sowie seine Anregung inbetreff des Korn-
schmergewicht seyn solle, ist also uff 2 loht der Stifft von der Trahnmas zu ergrößern. Das Ohlmaas bleibt beym Silbergewicht und sollen die Krämer wenigstens plech, wan sie kein ander geschirr hnaben können, zum maaß gebrauchen.
1) Randbem.: Renthe.
2) No. 190 Aktenstück Nr. 53; über dem ganzen Berichte steht: Praesentirt in Visitatione den 14. November 1673.


