Aufsatz 
Emund Rokoch. Ein Mainzer Kaufmann und Beamter des XVII. Jahrhunderts : 2. Teil
Entstehung
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angesetzter herrschafftlich Rent-, Kkauffhauß- undt Cranengeldtern Einige klagen deß überlastes nicht gehördt, all hette intuito dessen nichts zue Erinnern, allein daß man an den Cranen iedoch ohne underthanigste maßgebung bessere an- ordnung machen könte, Sintemahlen die Cranen höff und deren schopffen all zue Eng, wegen Eineß so zeitlichen über- schlages und staffel-rechts müssen gar offt so wohl die kostbahre alß grobe gütter zum Höchsten schaden deß Kauffmanns und grosser Sorgen des factors daßsiguth auser den besagten Cranen im Koht und unraht ligen, Welchem allem zwar ein zeitlicher Cranenmeister und dessen am Cranen bediente, dafern sie keine ungleicheit uff sich nehmen woldten, könten vor stewern, dan die fehler, worüber zeitlich geklaget würdt, da sie selber nicht remidiren können, an Höhern ohrten ihreß ambts und Pflicht halben anbringen; dan mit den guten ohrt und satzungen ziegt mann die Handelsleuth herbey, welche dan die vorangezogene Interessen gern suchen zue erhalten, wie dan gnugsamer weiß daß Exempel deren nechst umbligenten Reichs undt handelsstätten Clärlich an tag gibt; schliesse also darmit undt lebe der Hoch dröstlichen zue- versicht ieder zeit zue verbleiben

Ewer gnaden gestrengen wohl Edlen und vesten Herren herrn Gantz underthänigster und gehorsambster Diener

GCottfridt v. Elsen.

(3.) Die Klagen des Faktors Johann Edmund Rokoch (14. November 1673).

Hochwürdige, Hochwohl Gebohrne, auch Hoch Edle, Gestrenge, Gnädige, auch Hochgünstige, Hochgefhrte Herrnn. ¹) Ewer Gnaden G. undt Excellenz ergangenen Befelch

gemeß hat meine gehorsame schuldigkeit erfordert, auf das

ann samptliche factorn allhier ergangene Decret meine wenige erinnerung abzustatten, welche ich wohll ehender hette thun sollen, wann ich nit inmittels theils durch die eingefallene meß, theils den Herbst undt wegen der seithero

Hier gestandenen armee gehabten verhinderungen darvon

were abgehalten worden, weßwegen ich verhoffe, auch

underthänig bitte, des verzugshalber entschuldiget zu seyn.

Was ich nun meines wenigen orths zu errinnern habe, so

1) No. 199. Aktenstück No. 68. In der Ecke links oben: Rokoch factorn errinnerung. Adresse: Ann lhrer Churfürstlichen Gnaden Ver- ordnete Hochansehentliche Herrnn Visitatores, Meine gnädige auch Hoch günstige, HochgeEhrteste Herrnn etc. Auf der Adreßseite ist Rokochs Petschaftsiegel erhalten; es trägt ein kleines Schild, dessen Mittelfeld einen nach aufwärts gerichteten Pfeil zeigt.