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alß solte lch auff zuschreiben eines Straßburgischen Schiff- manns, Philipps Gießbrecht genant, Ihme zu Franckhfurt güetter inzunehmen und nach Straßburg zu führen verbotten haben.
Nun weiß lch mich dergleichen Schiffmanns zuschreiben noch verbott im geringsten nicht zu erindern, ist auch nicht geschehen, sondern obgemelter Schiffknecht Christoph von Gottesheim hat Sein Fürst. Durchlaucht hochsträfflichen viel zu mildt mit unwahrheit berichtet, dan meine geringe bedienung ist bey Ewer Churfürst. Gnaden Renthen und Kauffhauß alhier, und zu Franckhfurt kan solche nicht würckhen, sondern die sach selbst mueß ohne Zweiffel ein andern verstandt und würckhung haben.
Hat die Statt Straßburg und Dero getreuwe burgerschafft und zunfftgenossene Schiffleuthe nun undenckliche Jahre ahn alhiesiger Niederlag in herbringen gehabt und noch, daß Sye alle guetter und wahren, welche nacher Straßburg, Elsaß und Schweitz den Rhein in Berg und Thal fahren gehören, zu Straßburg auß- und eingeladen und von dar biß anhero ge— führt und also hier wieder zu Berg geschifft und droben außgeladen worden, diejenige Schiffer aber, welche in der Marggraffschafft und der orthen under Straßburg Sesß- und wohnhafft sein, haben auch in denen Landen, waß darin vor kauffmanschafft ahn holtz, bordt, früchte, mancherley hanff, Lonten, Hartz, Terpentin und dergleichen gueth ahn ihrem orth eingeladen biß anhero und in Meßzeiten nach Franckh- furth gefürth, auch daselbsten und hier, waß in der Marg-— graffschafft und der orthen ahn fastenspeis, Eisen, Saltz und andere nöttige wahren wieder eingeladen und dahin geführt worden, ein solches ist Ihnen noch zu thuen ungewehrt und wie mehr Sye dergestalt ab- und zu führen, wie lieber es hnier angenohmen und ihnen darzu beforderlich geholffen und noch ahn handt gegangen wirdt. Ewer Churfürst. Gnaden auff Dero erfordern diesen mein underthänigen bericht erstatten wollen, dieselbe damit in Gottes gnädigen schutz und mich in Dero beharrende Gnadt empfehlen
Ewer Churf. Gnaden underthänigster Emundt Rockhoch.
3. Der Mainzer Kurfürst Johann Philipp beantwortet auf Grund eines Berichtes, den E. Rokoch vorlegte, 2 Schreiben des Markgrafen Friedrich von Baden-Durlach. Mainz, den 8. Juni 1670 ¹).
1) Ebenda fol. 113. Rückseite: Schreiben von Chur Maintz ahn Baadendurlach Durchlaucht 8. Junij 1670 abgangen. L. 4


