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das Bewusstsein der engen Zusammengehörigkeit, wird an der hiesigen Anstalt besonders gepflegt. Es kommt dabei nicht darauf an, dass einzelne Schüler durch schwierige Productionen glänzen, sondern dass alle nach Maassgabe ihrer Kräfte möglichst vielseitig gefördert werden, um zu einer harmonischen Ausbildung ihres Körpers zu gelangen.
Als Turnlokal benutzt die Schule die Turnhalle und den dabei gelegenen Turnplatz des Turnvereins.— Dispensationen treten in der Regel nur auf Grund eines ärztlichen Attestes ein.
Die Schüler waren in 4-Abtheilungen getheilt, deren jede im Sommer wöchentlich 2 Stunden Unterricht hatte, im Winter jede halbe Abtheilung 1 Stunde; die Vorturner hatten wöchentlich eine besondere Stunde. Diese und den Unterricht der erseen Abtheilung leitete Dr. Bindseil gratis, den übrigen Lehrer Kranz. Da Letzterer Kränklichkeits halber auf den Turnunterricht verzichten musste, übernahm im Winter Dr. Bindseil auch die 2., Candidat Herfurth die 3. und 4. Abtheilung.
II. Gymnasial-Klassen, soweit dieselben mit den Realklassen nicht vereinigt sind.
Sexta Lateinisch. Regelmässige Formenlehre mit Uebersetzungs- und Vokabelübungen nach Spiess; schriftliche Uebungen in der Klasse, wöchentlich ein Extemp. oder ein Exercitium.
Quinta. Lateinisch. Die vollständige Formenlehre, besonders die Verba anomala, und einige Haupt- regeln der Syntax(acc. c. inf., ablat. absol. etc.) mit Uebungen wie in Sexta.—
Französisch. Grammatik und Uebersetzungsübungen nach Ploelz Elem.-Gramm. Lect. 1— 60(Aussprache, Deklination, Motion, avoir und être, 1 Conjugation); wöchentlich ein Exercitium oder ein Extemporale.
Quarta Lateinisch. Repetition der Formenlehre, das Wichtigste aus der Syntax, mit Uebungen wie in Sexta, 8 St. Gelesen wurde Lhomond cap. 30— 40; genaues Memoriren aller in der Lectüre vorgekommenen Vokabeln und Phrasen sowie einzelner Abschnitte, 2 St.
Griechisch. Formenlehre bis zum Verb. liquid. incl., mit Uebersetzungs- und Vokabelübungen nach Spiess, wöchentlich ein Extemp. oder Exerc.
Französisch. Grammatik und Uebungen nach Ploelz Elem. Gramm. zu Ende(regelmässige Formen- lehre incl. der 4 Conjugationen); schriftliche Uebungen wie in Quinta.
Mathematik. a) Rechnen 1 Stunde: Regeldetri, Zins-Disconto- und Rabattrechnung und Decimalbrüche. b) Geometrie 2 Stunden: die Lehre von den Linien, Winkeln, Dreiecken und Vierecken(Koppe II§. 1— 120).
Unter-Tertia. Lateinisch. Repetition der Qnartaner-Pensums, dazu genauer die Casus- und Tempus- lehre; Uebersetzen aus Spiess und Süpfle’s Uebungsbuch; wöchentlich ein Extemp. oder ein Exerc., 5 St. Lectüre Caesar de b. gallico lib. 5— 6, 3 St.; Ovid Metam., III. 1— 150; Hauptregeln der Prosodie, metrische Uebungen nach Seyſfert I, 1—5.
Griechisch. Repetition des Quartaner-Pensums, Verba liquida und die wichtigsten Anomala, sowie einige Hauptregeln der Syntax nebst mündlichen und schriftlichen Uebungen nach Sagllerb wie in Quarta. Lectüre: Xenophon. Anab. 1—2 B..
Französisch. Grammatik und Uebersetzungsübungen nach Ploetz Elem.-Gramm. zu Ende und Schul- Grammatik Abschnitt 1— 2(unregelm. Verben).
Mathematik. a) Arithmetik: Die Lehre von den 4 Species mit absoluten ganzen Zahlen und allgemeinen Ausdrücken; Repetition der Decimalrechnung. b) Geometrie: Repetition des Pensums von Quarta nebst Uebungen im Lösen von Aufgaben, die Lehre vom Kreise nach Koppe.
Deutsch. Deklamation, Disponirübungen, Satz- und Interpunktionslehre, 3wöchentlich ein Aufsatz.
Geschichte. Deutsche und besonders preussische Geschichte.
Geographie. Topische und politische Geographie der aussereuropäischen Erdtheile nach Grassmann 2. Cursus.


